Sachverständiger Christian Schurian kennt Fahrzeugbrände wie diesen gut. Oft sind selbst eingebaute Akkus der Grund dafür.
Schwerste Verbrennungen erlitt jener Beifahrer des Campingbusses, der am Sonntag, wie berichtet, auf der Tauernautobahn Feuer gefangen hatte. Der Brandauslöser dürfte die Fahrzeugelektrik gewesen sein, die sich bei Wohnmobilen meist unter den Sitzen befindet.
Verstärkt solche Brände
Christian Schurian, gerichtlich beeideter Sachverständiger für Wohnmobile und Campingbusse, kennt solche Vorfälle leider gut: „In den letzten eineinhalb Jahren kommt es verstärkt zu solchen Bränden!“ Zumeist liegt der Grund dafür darin, dass bei den Batterien selbst nachgerüstet wird. „Oft werden Lithium-Ionen-Akkus online gekauft und nicht fachkundig eingebaut“, erklärt Schurian. Weil solche Akkus viel höhere Temperaturen erzeugen, könne man die Batterien nicht einfach eins zu eins austauschen. Ähnlich wie bei Handy-Akkus kann es dann dazu kommen, dass die Isolierschicht „platzt“. Das Ergebnis: heiße Flüssigkeit und eine Stichflamme schießen unterhalb der Sitze hervor. Das passiere so schnell, dass kaum Zeit zum Reagieren bleibe.
Der Experte rät, Änderungen bei der Fahrzeugelektrik beim Fachmann durchführen zu lassen.
Die detaillierten Ermittlungen zum Brand des Campingbusses werden von der Polizei noch durchgeführt.
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