Der Deutsche und seine Freundin hatten sich in der Vergangenheit immer wieder in der Wohnung ihrer späteren Opfers in Klagenfurt aufgehalten. Dabei floss dann und wann auch Alkohol.
Eines Tages kam es dann zum Eklat, weil der 21-Jährige das Paar bei Intimitäten in seiner Wohnung erwischte. Prompt warf er die beiden hinaus. Zudem soll er den 15-jährigen bedroht haben. Daraufhin schmiedete das Paar einen Racheplan. Der Angeklagte sollte den Kontrahenten zusammenschlagen und auch sein Handy stehlen.
Tritte mit Stahlkappenschuhen
So klopfte der Bursche am 22. März an die Wohnungstür des Lehrlings. Sobald dieser öffnete, setzte es Fausthiebe und Tritte mit Stahlkappenschuhen. Dem Opfer fiel das Handy aus der Hand, der Angeklagte nahm es an sich und flüchtete aus der Wohnung. "Dass ich das Handy stehle, war vorher nicht abgesprochen. Ich habe es mitgenommen, damit er nicht die Polizei rufen kann", beteuerte der Angeklagte vor Richter Michael Schofnegger.
Das Opfer, das inzwischen bei einem Nachbarn Hilfe holte, trug nur leichte Verletzungen davon. Laut einem Gutachten hätten diese aber durchaus lebensgefährlich sein können. Der Bursche traf sich anschließend mit seiner Freundin im Klagenfurter Goethepark und versteckte das Telefon im Gebüsch. Daraufhin wurden die beiden von der Polizei festgenommen.
"Es tut mir leid", stammelte der 15-Jährige im Gerichtssaal und entschuldigte sich beim Opfer. Er muss an den Lehrling 1.700 Euro Schmerzensgeld bezahlen, der Richter ordnete außerdem Bewährungshilfe an.
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