Nach Klage

Burkinis sind in Grenoble weiterhin verboten

Ausland
25.05.2022 21:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Verwaltungsgericht hat die Erlaubnis von Burkinis in der französischen Stadt Grenoble gekippt. Innenminister Gerald Darmanin hatte geklagt, nachdem der Stadtrat mit knapper Mehrheit vor zehn Tagen für eine Änderung der Schwimmbadordnung gestimmt hatte.

Diese sah vor, dass öffentliche Bäder zukünftig auch in Burkinis, muslimischen Ganzkörperbadeanzügen, sowie „oben ohne“ besucht werden dürfen. Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin veranlasste eine Klage und zeigte sich am Mittwochabend erfreut über das Ergebnis. Dass die Erlaubnis gekippt worden sei, seien „ausgezeichnete Neuigkeiten“.

Zugang für alle vs. Islamisierung
Zuvor hatte es immer wieder heftige Diskussionen dazu gegeben. Argumente der Befürworter und Befürworterinnen sind etwa, dass der Zugang zu öffentlichen Angeboten allen ermöglicht werden soll, und die Entscheidungsfreiheit der Frauen. Die Gegner und Gegnerinnen sprechen wiederum von einer schleichenden Islamisierung und davon, dass Burkinis die Gleichheit vor dem Gesetz verletzen würden.

Frankreich versteht sich als Land, das Staat und Religion strikt trennt. Der Umgang mit religiösen Symbolen in der Öffentlichkeit wird immer wieder kontrovers diskutiert, vor allem im Zusammenhang mit dem Islam.

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