Nachdem ein Fotograf bei einem Testwettkampf in Schwechat von einem 1-kg-Diskus am Kopf getroffen wurde, spricht unser Olympia-Held Lukas Weißhaidinger über den Vorfall.
Hinter vorgehaltener Hand heißt es aus der Szene: „Dass der noch lebt, war richtig viel Glück!“ Denn nachdem am Freitag ein Fotograf beim Diskus-Wettkampf in Schwechat bei rund 40 Meter von einem ein Kilo schweren Wurfgerät am Kopf getroffen worden war, ist jedem klar, dass der „ältere Herr“ mit einem Cut mehr als nur glimpflich davon gekommen ist.
„Das hätte ganz anders ausgehen können“, sagt auch unser Diskus-Star Lukas Weißhaidinger, der beim Unfall vor Ort gewesen war. „Ich hatte mich gerade auf meinen nächsten Wurf vorbereitet, als auf einmal die Rettung verständigt worden ist. Da war mir klar, dass da etwas passiert sein muss“, schildert Weißhaidinger die bangen Momente. Die vor allem für den Athleten, der den Diskus geworfen hatte, sehr schwer waren. „Wir alle haben ihm gleich gesagt, dass ihn keine Schuld trifft. Man muss als Fotograf aufpassen, da riskiert man sein eigenes Leben“, so Weißhaidinger.
„Hobby-Knipser“ trifft alleinige Schuld
Auch für Sport-Fotograf Manfred Binder ist klar, dass den getroffenen „Hobby-Knipser“ die alleinige Schuld trifft. „Man darf, egal ob Diskus-, Hammer- oder Speerwurf, das Gerät nie aus den Augen lassen.“ Dass nach dem Vorfall kein sinnvoller Wettkampf mehr möglich war, war in Anbetracht des dichten Kalenders aber bitter. Denn oft hat der Taufkirchener in dieser Saison nicht mehr die Chance unter solchen Bedingungen wie in Schwechat (leichter Wind) zu werfen. „Die Chance auf meinen ersten 70er wäre da gewesen, aber das ist egal. Das Wichtigste ist, dass nicht mehr passiert ist“, so der Olympia-Bronzene von Tokio.
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