Altstadt verwüstet
Randale in Athen verursachten Millionen-Schäden
Allein auf dem Platz vor dem griechischen Parlament seien bei Aufräumarbeiten 30 Tonnen Schutt abtransportiert worden. Randalierer hatten sich in der Nacht auf Donnerstag nach der Verabschiedung des Sparpakets durch das Parlament stundenlange Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert und die Athener Innenstadt in ein Schlachtfeld verwandelt.
Sie hatten Marmorstücke aus Fassaden und Treppenstufen herausgebrochen und als Wurfgeschoße gegen die Polizei eingesetzt. Die Athener Stadtverwaltung bezifferte den Schaden allein an städtischem Eigentum auf 1,2 Millionen Euro.
Tourismusbranche: "Absolut inakzeptables Bild"
Der Verband griechischer Reiseveranstalter rief die Regierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass solche Zwischenfälle sich nicht wiederholten. Die Krawalle würden dem Ruf Griechenlands als Reiseziel schaden. Tourismusminister Pavlos Geroulanos räumte ein: "Das Bild, das Athen in aller Welt abgegeben hat, ist absolut inakzeptabel." Der Tourismus werde aber keinen Schaden nehmen, wenn es gelinge, den Ausbruch weiterer Krawalle zu verhindern.
Der Minister erinnerte daran, dass der Tourismus sich in diesem Jahr trotz der Krise bisher gut entwickelt habe und wieder mehr Urlauber nach Griechenland gekommen seien. Für den Mittelmeerstaat ist es von absoluter Wichtigkeit, dass die Reisebranche nicht einbricht.
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