Neuer Vorschlag
Frankreich gewinnt Banken für Griechenland-Hilfe
Regierung und Banken einigten sich in Frankreich auf einen Vorschlag, der privaten Gläubigern eine Laufzeitverlängerung für auslaufende griechische Staatsanleihen schmackhaft macht. Damit würde das krisengeschüttelte Land mehr Zeit für die Rückzahlung bekommen, auch wenn sich das Schuldenniveau nicht nennenswert verringert.
Frankreich werde nun die Einzelheiten des Plans mit den EU-Partnern durchgehen und eventuelle Änderungen vornehmen, sagte Präsident Nicolas Sarkozy. Auf die Frage, ob es eine Vereinbarung gebe, dass griechische Schulden in neue 30-Jahres-Anleihen umgetauscht werden sollten, sagte Sarkozy auf einer Pressekonferenz in Paris: "Ja." Er hoffe, dass andere Länder auch so vorgingen.
In deutschen Bankenkreisen hieß es, der Vorschlag könne auch ein Modell für Deutschland sein. Am Montag sei eine Telefonkonferenz der Banken und Versicherer mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble geplant. Schäuble will den Banken eine Beteiligung ohne zusätzliche Anreize abtrotzen. Deutsche Geldhäuser gehören mit den französischen Instituten zu den größten Geldgebern Griechenlands.
Entscheidende Tage in Griechenland
Ob das hoch verschuldete Griechenland weiter dringend benötigte Finanzhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds bekommt, hängt indes vom Ausgang der Abstimmung in dieser Woche ab. Scheitern die Pläne von Ministerpräsident Giorgos Papandreou, droht eine Staatspleite mit unabsehbaren Folgen für die internationalen Finanzmärkte.
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