17 von 18 möglichen Trophäen auf nationaler Ebene gingen seit 2014 an Salzburg. Ein Blick auf Europas Topligen macht deutlich: In keinem anderen Land beherrscht ein Verein das Geschehen so wie in Österreich.
Nach dem Cup-Finalerfolg am vergangenen Sonntag gegen Ried (3:0) ließen es die Double-Kicker von Red Bull Salzburg ordentlich krachen. Trainer Matthias Jaissle verordnete seinen Schützlingen freie Tage, die sich Philipp Köhn und Co. auch redlich verdient haben.
Wirklich überraschend kam das Double allerdings nicht, war es doch das achte seit 2014. Es hat mittlerweile schon Tradition, dass die Titel hierzulande an den Branchenprimus von der Salzach gehen. Der Klub stellt Jahr für Jahr den Anspruch, Meisterschaft und Cup zu gewinnen. Alles andere wäre eine Enttäuschung, wie Jaissle indirekt nach dem Finale bestätigte.
„Chapeau, was die Mannschaft in dieser Saison geschafft hat“, lobte der Deutsche seinen Mannen und hob das Erreichen des Champions-League-Achtelfinales hervor. Entscheidender Nachsatz: „Mit dem Double haben wir die Pflicht nun erfüllt.“
Finanzielle Vorteile für Red Bull Salzburg
Es sagt viel über die Dominanz der Bullen aus, wenn zwei Titel als Pflichterfüllung gelten. Betrachtet man die finanziellen Möglichkeiten des Serientäters – allein in der vergangenen Saison war der Personalaufwand bei Salzburg deutlich höher als jener von Sturm Graz, Rapid und der Austria zusammen (!) –, sind Jaissles Worte nachvollziehbar. Und sorgen zugleich für eine Eintönigkeit im österreichischen Fußball. Seit 2014 gingen 17 von 18 nationalen Trophäen an die Bullen. Ein Blick auf die Top-10-Ligen Europas offenbart, dass die Vielfalt an Titelträgern – gemessen an Liga und dem wichtigsten Pokalbewerb des jeweiligen Landes – andernorts deutlich größer ist.
Selbst in Frankreich, wo mit PSG ein Team allen anderen überlegen ist, gab es im Vergleichszeitraum sechs unterschiedliche Titelträger.Salzburg indes scheint unersättlich, was die Gier nach Trophäen betrifft. Das freut die Bullen-Fans, sorgt bei allen anderen aber für Monotonie.
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