Abkommen signiert
Russland hebt Importverbot für EU-Gemüse auf
Wegen der EHEC-Krise hatte das größte Land der Erde Anfang Juni ein Einfuhrverbot für Gemüse aus der gesamten Europäischen Union verhängt. Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko warnte allerdings auch am Mittwoch vor überzogenen Erwartungen. Beide Seiten hätten sich auf Prüfungsmaßnahmen wie ein Zertifikat geeinigt, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax. "Gerüchte" über eine sofortige Aufhebung seien jedoch völlig übertrieben.
Anders sieht dies EU-Gesundheitskommissar John Dalli (im Bild): "Nach dem heutigen Abkommen erwarte ich eine rasche Wiederaufnahme der EU-Exporte nach Russland. Beide Seiten haben guten Willen gezeigt, sodass diese Angelegenheit nun hinter uns liegt."
Zertifikate belegen, dass Gemüse EHEC-frei ist
Russland hat allerdings ein bisschen mehr Durchsetzungskraft bewiesen: Alle Gemüselieferungen müssen vorrübergehend Zertifikate mit sich führen, die bescheinigen, dass die importierte Ware nicht den gefährlichen EHEC-Typ trägt. Außerdem muss auch die Herkunft der Produkte darauf ersichtlich sein. Zehn Tage nach der letzten EHEC-Erkrankung solle diese Vorschrift automatisch wegfallen, sagte der EU-Sprecher.
Belgien, Polen und die Niederlande haben bereits entsprechende EHEC-Kontrollsysteme und können nach Angaben des Sprechers in wenigen Tagen wieder ihr Gemüse nach Russland exportieren - möglicherweise schon Ende der Woche.
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