Im Montafon herrscht Krieg. Zumindest in der Verwandtschaft der beiden Angeklagten. Vater und Sohn sollen den Neffen bzw. Cousin genötigt, bedroht und verletzt haben. Ausschlaggebend für den wüsten Nachbarschaftsstreit: ein Hundehaufen.
Seit zwei Jahren geht es zwischen den Familien in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sache. Verbale Entgleisungen unterhalb der Gürtellinie, Hasstiraden und Schreiduelle zwischen den Angeklagten und dem Rest des Familienclans über den Gartenzaun hinweg. Das Opfer (44) ist der Cousin des Erstangeklagten (53). Den Anfang der unendlichen Geschichte macht ein Hundehaufen, den der Cousin dem anderen in den Garten schmeißt, worauf der das „Gackerl“ wieder in dessen Garten zurückwirft. Doch die Sache ist damit nicht vom Tisch. Fahre man morgens zur Arbeit oder komme abends nachhause, stünde der Cousin schon auf dem Balkon und rufe: „Ihr dummen Hunde!“
Einmal habe die „Persona non grata“ sogar den 82-jährigen Vater von hinten angesprungen und einen Bühel hinuntergeschubst, sodass der eine angebrochene Rippe hatte, so der Erstangeklagte weiter. Dass er und sein betagter Vater den 44-Jährigen bedroht hätten, bestreiten sie aber. Auch von Nötigung und Körperverletzung wollen sie nichts wissen. Dabei soll der 82-Jährige dem Cousin einen Gartenzwerg nachgeworfen und ihn mit dem Umbringen gedroht haben. Prozess vertagt.
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