Kompromiss möglich

VP-Amon: Aufstieg mit drei Fünfern noch nicht fix

Österreich
19.06.2011 13:53
Der automatische Aufstieg von Schülern mit bis zu drei Fünfern ist doch noch keine ausgemachte Sache. ÖVP-Bildungsverhandler Werner Amon zeigte sich am Sonntag in diesem Punkt gegenüber Kritikern kompromissbereit. Die Frage, wo man die Grenze ziehe, um aufsteigen zu können, werde nach der Begutachtung noch erörtert werden. Nicht endgültig festgelegt ist laut Amon auch die Frage, ob die Lehrer bei der Frage des Aufstiegs mit Fünfern weiter etwas mitzureden haben sollen oder nicht, wie das in den neuen Plänen vorgesehen ist.

Ob es nun tatsächlich bis zu drei Fünfer sein werden, mit denen man aufsteigen darf, ließ Amon fürs Erste offen. Man solle sich bis zum Zeitpunkt nach der Begutachtung die Gesprächsbereitschaft erhalten. Es wäre ja absurd, wenn man schon davor sagen würde, alle Vorschläge seien "absolut", so Amon. Weder Unterrichtsministerin Claudia Schmied noch er würden Einwände haben, würden überzeugende Argumente vorgebracht werden.

Schmied hatte gemeinsam mit den Bildungssprechern der Koalition am Dienstag ihr Modell für eine "modulare Oberstufe" präsentiert, das demnächst in Begutachtung gehen soll. Demnach sollen Schüler der AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen nur dann eine Klasse wiederholen, wenn sie in mehr als drei Fächern negativ sind. Stattdessen sollen nur noch einzelne Module, in die der Semesterstoff künftig unterteilt wird, nachgeholt werden müssen. Im Falle einer "Ehrenrunde" blieben dem Schüler alle positiven Noten vom vorigen Schuljahr erhalten.

Teile der ÖVP sowie Bevölkerung skeptisch
Vor allem in einigen Länderorganisationen der ÖVP, aber laut Meinungsumfragen auch bei der Bevölkerung kam dieses Modell nicht unbedingt gut an. Amon hält dem entgegen, dass man an immerhin 27 Schulstandorten entsprechende Modelle erprobt und dabei außerordentlich positive Rückmeldungen erhalten habe. Vergessen werde zudem, dass in dem Paket auch sehr viel an Leistungsorientierung und Begabtenförderung enthalten sei.

So werde die institutionalisierte Möglichkeit geschaffen, Prüfungen jenseits des eigentlich aktuellen Semesters und allenfalls sogar Teile der Matura vorzuziehen, wenn sich jemand in einem Gegenstand leicht tue. Auch werde den Schulen die Möglichkeit geboten, selbstständig Gelder speziell zur Förderung von Begabten einzusetzen.

Was die Frage des Durchfallens betrifft, betont der VP-Bildungssprecher die Vorteile des universitätsähnlichen Betriebs in der modularen Oberstufe. Man werde nicht mehr automatisch im Bildungsfortgang "steckenbleiben". Auch an den Universitäten bleibe man nicht in einem Studienjahr verhaftet, wenn man bei einer Prüfung scheitere, erklärte Amon.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
19.06.2011 13:53
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung