Zwei Wintersportler gesucht, drei gefunden und gerettet: Bräuchte es ein Beispiel für Einsatzeffizienz, dann hätte die Bergrettung Mayrhofen im Tiroler Zillertal wohl einen Preis verdient. Jedenfalls haben die Bergretter am späten Freitagnachmittag drei Freerider, die sich verirrt hatten, aus ihrer misslichen Lage in Sicherheit gebracht.
Zwei Burschen aus England (14 und 15 Jahre) hatten bei schlechter Sicht und Schneefall das Skigebiet Horberg in Schwendau verlassen. Die Konsequenz: Die Freerider verloren die Orientierung und steckten auf einem Ziehweg fest. Daraufhin setzten sie gegen 17 Uhr einen Notruf ab.
Plötzlich war auch ein Russe da
Sieben Mann der Bergrettung Mayrhofen fuhren mit der Penkenbahn ins Skigebiet und dann mit Skiern zu den Engländern. Vor Ort gab es für die Einsatzkräfte freilich ein „Aha-Erlebnis“: Sie trafen neben den Burschen noch einen russischen Freerider (32) an.
Die drei haben sich entschlossen, gemeinsam auf uns zu warten.
Einsatzleiter Florian Stock
„Der war zufällig dazugekommen“, erzählt Florian Stock, Einsatzleiter der Bergrettung Mayrhofen. „Die drei haben sich entschlossen, gemeinsam auf uns zu warten.“ Dies sei – auch wegen des vielen Neuschnees - die beste Entscheidung gewesen.
Mit einer Pistenraupe wurde das Trio unverletzt zur Bergstation gebracht, mit der Bergbahn ging es schließlich hinab ins Tal.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.