Wenn Handball-Linz am Samstag Krems empfängt, steht Rückhalt Markus Bokesch wie immer im Tor Mit dabei sein Markenzeichen - eine Brille, die er seit jenem Vorfall trägt, bei dem er beinahe das Augenlicht verlor.
Seit 2008 hütet er fast durchgängig das Tor vom HC Linz, nur von 2015 – 2017 war er bei Wilhemshaven in der deutschen 2. Liga. Markus Bokesch ist so der längstdienende Spieler im Kader und mit seinen Paraden mitverantwortlich für die Top-Form der Stahlstädter. Nach Jahren der Tristesse konnte man sich in dieser Saison souverän für die Play-Offs qualifizieren! Bevor es aber in die heiße Phase geht, duelliert sich der Sechste im Grunddurchgang am Samstag um 19 Uhr mit Krems. „Mit unserer Heimstärke können wir auch die schlagen“, sagt Bokesch. Der sich in Linz wohl fühlt, aber auch gerne in Erinnerungen an seine Deutschland-Zeit schwelgt, die ihm vor seiner Rückkehr aber nicht nur beinahe die Karriere, sondern auch das Augenlicht zerstört hätte!
„Sehe immer schlechter“
„In einem meiner letzten Spiele habe ich einen Ball direkt aufs Auge bekommen und wäre fast erblindet. Durch den Überdruck hat sich mein Augapfel zusammengepresst und wieder auseinandergezogen. Das Zentrum für das scharfe Sehen ist massiv beschädigt worden – aber ein anwesender Arzt hat sehr schnell reagiert und mich sofort ins Krankenhaus transportiert“, so Bokesch über jenen Vorfall, der sein Sehvermögen verändert hat: „Ich sehe von Jahr zu Jahr schlechter.“
Weiterer Unfall wäre fatal
„Vor dem Unfall hatte ich links eine Sehkraft von 175 Prozent danach kurze Zeit nur 20, ich konnte kaum Gesichter erkennen. Aktuell bin ich wieder bei 70 Prozent, aber auch das Risiko für grünen Star ist erhöht.“
Ein weiterer Unfall wäre die Erblindung, deshalb spielt und trainiert Bokesch nur noch mit einer Brille mit bruchsicherem Glas. „Das ist auch Kopfsache! Im Spiel habe ich aber keine Sehprobleme!“ Daher will der Linzer Rückhalt im Duell gegen Krems wieder mit seinen Paraden für Aufsehen sorgen!
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