26.03.2022 09:34 |

Thrombosen, Embolien

Covid-Infektion verdoppelt Risiko von Schwangeren

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 verdoppelt insgesamt die Gefährdung von werdenden Müttern durch schwere Schwangerschaftskomplikationen. Unter anderem wurden stark vermehrte Frühgeburten registriert. Auch Thrombosen, die Zuckerkrankheit und Embolien treten häufiger auf. Die Corona-Impfung wird Schwangeren besonders empfohlen. 

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Diese Ergebnisse förderte eine Studie der Kaiser Permanente-Krankenversicherung im US-Bundesstaat Kalifornien zutage. Assiamira Ferrara und ihre Co-Autoren haben die Daten von 1322 schwangeren Covid-19-Patientinnen im ersten Jahr der Pandemie mit 42.554 Schwangeren ohne durch PCR-Test belegter Infektion verglichen.

So betrug die Häufigkeit des Auftretens von Thrombosen und Embolien bei unter den SARS-CoV-2-Infizierten etwa das Dreifache, im Zeitraum, in dem schließlich alle Schwangeren untersucht wurden, lag die Häufigkeit für Thromboembolien sogar beim mehr als Sechsfachen. Die Häufigkeit von Frühgeburten stieg auf das Doppelte.

„Es ist bekannt, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 für Schwangere besonders gefährlich ist. Von den 1322 Versicherten von Kaiser Permanente in Kalifornien, bei denen im ersten Jahr der Pandemie eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, mussten 76 (5,7 Prozent) im Krankenhaus behandelt werden, 28 (2,1 Prozent) entwickelten ein Atemnotsyndrom (ARDS) und zwölf (0,9 Prozent) eine Sepsis“, hieß es in der medizinischen Fachzeitschrift mit Verweis auf das Journal der American Medical Association (JAMA).

Siebenfach erhöhtes Risiko für Zuckerkrankheit
Wichtigster Risikofaktor für den schweren Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion sei mit einem siebenfach erhöhten Risiko ein bereits vor der Schwangerschaft bestehende Zuckerkrankheit gewesen. Adipöse Schwangere waren unter den Covid-19-Betroffenen mit einem schweren Krankheitsverlauf ebenfalls häufiger zu finden (plus 50 Prozent), auch Schwangere mit Bluthochdruck (plus 44 Prozent) und ältere werdende Mütter (über 40 Jahre/plus 77 Prozent).

Keine signifikante Auswirkung auf Neugeborene
Auf die Neugeborenen hatte das alles keine statistisch signifikante Auswirkung, was deren Zustand nach der Geburt betraf. Allerdings war die Beobachtungszeit zu kurz, um längerfristige Entwicklungsstörungen durch die vermehrten Frühgeburten zu berücksichtigen.

Die Impfung gegen Covid-19 wird Schwangeren seit Vorhandensein der Vakzine von Fachleuten und Expertengremien besonders empfohlen. Sie sollte ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen und schützt dann auch die Neugeborenen durch die ursprünglich von der Mutter stammenden Antikörper.

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