Faserzementhersteller Swisspearl – bis 2023 bekannt unter dem Namen Eternit – will beim Energiesparen, die Dachsanierung forcieren. Trotz schwieriger Zeiten in der Baubranche wird in das Werk in Vöcklabruck (OÖ) investiert.
In Summe 9,5 Millionen Euro investierte der Faserzement-Hersteller Swisspearl Österreich in den vergangenen drei Jahren in sein Werk in Vöcklabruck in Oberösterreich. „Wir sind bereit, hier zu investieren, aber wir brauchen Rahmenbedingungen dafür“, sagt Geschäftsführer Hans-Jörg Kasper. „Wir brauchen Planungssicherheit bei Energiepreisen und Bürokratieabbau. Es liegen die richtigen Themen auf dem Tisch, aber wir wünschen uns von der Politik mehr Mut.“
Damit meint Kasper auch die Förderpolitik. Swisspearl Österreich – besser bekannt noch unter dem Namen Eternit, unter dem das Traditionsunternehmen bis 2023 firmierte – produziert Dach- und Fassadenlösungen. 70 Prozent des Umsatzes – er lag zuletzt bei 71,6 Millionen Euro – macht das Unternehmen mit Sanierungen.
Wir brauchen Planungssicherheit bei Energiepreisen und Bürokratieabbau.

Hans-Jörg Kasper
Bild: Anna-Lena Koenig
„Es gibt Fördermaßnahmen für Heizungssysteme. Es wäre aber sinnvoll, bei der Fassade und beim Dach zu beginnen“, so Kasper. Denn der Wärmeverlust durch die oberste Geschossdecke betrage ein Drittel.
Trend zu Steildächern hilft Firma
Das Marktumfeld für Swisspearl ist nicht einfach, der Neubau war in den vergangenen Jahren rückläufig. Etwas kompensieren konnte das Unternehmen diese Entwicklung durch den wieder aufgeflammten Trend zu Steildächern – in diesem Segment hat die Firma laut eigenen Angaben in Österreich einen Marktanteil von 30 Prozent.
Am Standort in Vöcklabruck wird seit 1894 Faserzement entwickelt und produziert. Seit 2009 gehört das Traditionsunternehmen zur Schweizer Swisspearl Group und trägt nun auch dessen Namen. Ziel der Umbenennung war eine einheitliche Markenstrategie. Die Österreich-GmbH hat eine Exportquote von 40 Prozent.
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