Viele Jahre hält das „Griss“ um die Lobauer S-Bahn-Station in Wien nun schon an. Alle Parteien in der Donaustadt wollen die 2014 geschlossene Station wieder eröffnen, drei Parteien stimmten nun im Gemeinderat aber gegen die Station. Die FPÖ tobt und ist der Meinung, dass der Wille der Bürger ignoriert wird.
Kommt es in einem Bezirksparlament zu einer „Allparteien-Resolution“, könnte das kein besseres Zeichen für funktionierende Demokratie sein. Dass die Zustimmung aller Bezirksfraktionen für die Umsetzung eines Projektes noch nichts heißt, zeigt der Fall der S80-Schnellbahnstation in der Lobau.
Gemeinderat stimmte gegen Wiederinbetriebnahme
Sie wäre so dringend, meint Toni Mahdalik von der Donaustädter FPÖ. Vor allem, da sich seit der Stilllegung der Station im Jahr 2014 einiges getan hat. „Der Wunsch von mehr als 10.000 Anrainern wird einfach ignoriert“, ärgert sich Mahdalik.
Zwar hätten alle in der Donaustadt vertretenen Parteien den FPÖ-Antrag angenommen, doch in der Sitzung des Gemeinderates am 18. Februar stimmten die Stadtvertretungen von SPÖ, Neos und Grünen gegen eine Wiedereröffnung der Station. „Dort dafür und da wieder dagegen, das ist für mich verlogen“, meint Mahdalik im Gespräch mit der „Krone“.
Dort dafür, da dagegen, das ist für mich verlogen. Der Wunsch von mehr als 10.000 Anrainerinnen und Anrainern wird einfach ignoriert.

Toni Mahdalik, FPÖ Donaustadt
Bild: www.fotoschuster.at
Stations-Befürworter müssen weiter warten
Zur alten S80-Station an der Ostbahnbrücke sind die Meinungen schon seit jeher geteilt. Vor allem für bestehende Wohngebiete und den geplanten Stadtentwicklungsraum „Lobauvorland“, in dem ein erhebliches Bevölkerungswachstum prognostiziert wird, wäre sie sicher nicht unwichtig. Eine leistungsfähige, direkte Anbindung an das Stadtzentrum ist für Mahdalik daher „unerlässlich, um künftige Mobilitätsbedürfnisse nachhaltig zu decken.“ Für die FPÖ und die anderen Parteien in der Donaustadt heißt es dennoch weiter: Bitte warten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.