Fr, 19. Oktober 2018

Einbrüche im Urlaub

31.05.2011 10:21

Haftstrafen für vier deutsche Kriminaltouristen

Schon bevor das deutsche Quartett in Tirol eintraf, erhielt die Polizei von den Kollegen aus Deutschland eine Warnung. Prompt wurden sie bei uns erwischt und wegen zwei Einbrüchen vor Gericht gestellt, wo sie gestern – nicht rechtskräftige – unbedingte Haftstrafen zwischen 10 und 24 Monaten aufgebrummt bekamen.

Stefan W. (24), Manuel H. (31), Heiko Z. (27) und Denis L. (35) sind der Polizei in Deutschland keine Unbekannten mehr. Dort gelten sie - mit einem weiteren Mann - als eingespieltes Team in Sachen Kriminaldelikte. Daher wurden die Telefone des Quartetts überwacht. Und als im Februar ein kurzer "Urlaubstrip" nach Tirol geplant wurde, bei dem in Hotels auch "Geld verdient" werden sollte, wurde die Polizei in Tirol vor den ungewöhnlichen "Touristen" gewarnt.

Zwei Einbrüche in Tirol
Wie die vier Deutschen in der Gerichtsverhandlung in Innsbruck gestern auch zugaben, hatten sie sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Walchsee auch schon an die "Arbeit" gemacht und aus einem Unterländer Hotel einen kleinen Tresor mit etwa 2000 Euro entwendet, aufgebrochen und natürlich restlos geleert.

Tags darauf ging die Reise ins Tuxertal, wo sie bei der Talstation der Rastkogelbahn in Vorderlanersbach einbrachen. Der Tresor war ihnen aber zu stabil und massiv, so mussten sie den Tatort ohne Beute verlassen. Nach einer aufsehehenerregenden Verfolgungsjagd auf der Inntalautobahn wurden sie von der Cobra gestellt und verhaftet.

Vor Gericht beteuerten sie, dass sie keineswegs schon vor der Einreise vorgehabt hatten, in Österreich Einbrüche zu verüben. Das hätte sich erst vor Ort so ergeben.

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