Am Dienstag war ich ziemlich hin- und hergerissen, was mich eigentlich mehr fasziniert: Der Sahara-Staub, der es nach rund 2400 Kilometer „Anreise“ in luftiger Höhe schafft, bei uns für diese düstere, graugelbliche Stimmung zu sorgen? Oder doch die Treibstoffpreise, die in den Himmel wachsen und vielen Menschen jede Menge Sorge bereiten? Gut, der Wüstenstaub wird bald vom Regen auf den Boden befördert, weggeschwemmt und verschwinden. Aber die Treibstofftarife? Die scheinen nahezu festzustecken, bei einem Preis mit dem nie für möglich gehaltenen Zweier davor.
Obwohl die Kosten für ein Barrel Brent, der meistverwendeten Ölsorte in Europa, innerhalb einer Woche um weit mehr als 20 Prozent runter gingen. An den Zapfsäulen ist nichts zu sehen. Das ist wohl vergleichbar mit dem Körpergewicht: Rauf geht es relativ leicht, da muss man gar nicht so viel dafür tun. Aber wieder runter ist eher schwierig, manchmal sogar unmöglich.
Die Mächtigen in die Wüste schicken
Dabei frage ich mich, was so schwer sein kann, die Preise genau so schnell, wie sie angehoben worden sind - das passiert gar nicht mehr heimlich über Nacht, sondern in der Sekunde - wieder zu senken? Es müsste sich ja um die gleichen Schräubchen handeln, an denen man dreht, halt in die andere Richtung. Aber mächtige Gruppierungen haben wohl wenig bis kein Interesse daran, da sie ja saftig abkassieren. Diese Mächtigen würde ich irrsinnig gerne ab in die Wüste schicken. Egal, ob in oder ohne Begleitung von Sahara-Staub.
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