05.03.2022 17:47 |

Mitleid mit Bürgern

CDU-Chef betont: „Russland ist nicht unser Feind“

Die CDU ist trotz des russischen Krieges gegen die Ukraine dafür, den Kontakt zu Russland etwa im kulturellen Bereich nicht abreißen zu lassen. Man sei sich einig, dass hier nicht alle Brücken zu Russland abgebrochen werden sollten, sagte CDU-Chef Friedrich Merz am Samstag. Und fügte hinzu: „Russland ist nicht unser Feind.“

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

„Wir wollen mit denen im Kontakt bleiben, die insbesondere aus dem kulturellen Bereich den Austausch mit uns weiter wollen. Und wir sollten ihn auch von unserer Seite aus fortsetzen, wo immer möglich“, betonte Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist.

Zitat Icon

Dies ist ein Krieg nicht des russischen Volkes gegen die Ukraine."

CDU-Chef Friedrich Merz

Zwischen russischer Regierung und russischer Bevölkerung differenzieren
„Wir haben eine despotische Regierung dort, ein verbrecherisches Regime, das diesen Angriffskrieg jetzt führt.“ Die CDU differenziere sehr präzise zwischen der Regierung und der russischen Bevölkerung, „von der wir auch in Zukunft hoffen und erwarten, dass wir mit ihr im guten Austausch und in einer guten Nachbarschaft sein und vielleicht irgendwann wieder auf Dauer bleiben können“.

Städtepartnerschaften 
Auch die Städtepartnerschaften mit Russland sollten von deutscher Seite nicht gekündigt werden, sagte Merz. „Wir möchten mit den Gutwilligen und denjenigen, die diesen Einsatz in Russland kritisch sehen - und es sind ja viele - wir wollen mit denen auch weiter im Gespräch und im Kontakt bleiben.“ Er betonte: „Dies ist ein Krieg nicht des russischen Volkes gegen die Ukraine. Sondern dies ist ein Krieg der russischen Regierung und der Nomenklatura um (Präsident) Wladimir Putin gegen ein souveränes, demokratisches Land.“

In einem einstimmig verabschiedeten Beschluss der CDU-Spitze wird Putin ausdrücklich als Kriegsverbrecher bezeichnet. Der Internationale Strafgerichtshof wird aufgefordert, Informationen über alle Kampfhandlungen in der Ukraine zu sammeln „und jeden Akt von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen zu untersuchen“.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).