Gemeinde bleibt hart

Behindertes Mädel darf nicht in Tullner Kindergarten

Niederösterreich
24.05.2011 17:54
Der Fall der kleinen Anna sorgt weiter für Aufregung. Nachdem die "Krone" berichtet hatte, dass sie nicht in den Kindergarten darf, meldeten sich Dutzende Anrufer, unter ihnen der SP-Vizebürgermeister von Tulln, Günter Kraft, bei der betroffenen Familie. Sie sind entsetzt über die "Kaltherzigkeit" und wollen den Roitners beistehen.

"Nach den Artikeln in der 'Krone' war die Anteilnahme der Menschen beeindruckend", schilderte Vater Andreas Roitner: "Keiner konnte verstehen, weshalb unsere süße Anna in eine heilpädagogische Betreuungseinrichtung gehen soll."

Wie berichtet, liegen drei Gutachten vor, die bestätigen, dass Anna trotz ihrer Behinderung in die Kindergartengruppe ihrer Schwester integriert werden kann. Das wäre für die Entwicklung des Kindes auch sinnvoll, heißt es.

Nur eine – von der Gemeinde Tulln beauftragte – Gutachterin war anderer Meinung. Deshalb verweigert VP-Vizebürgermeisterin Susanne Schimek dem Kind den Platz im Wunschkindergarten, ignoriert die Meinungen jener Ärzte, die Anna seit Jahren betreuen. Und bei einer Besprechung mit den Eltern zeigten die Vertreter der Stadt kein Herz, sondern beharrten auf ihrer Entscheidung.

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