Am Donnerstag wurde die bayrische Polizei zu einem Verkehrsunfall auf der deutschen Autobahn A96 gerufen, die von München an die österreichische Grenze am Bodensee führt. Der Lkw eines österreichischen Unternehmens hatte einen Reifenplatzer, ein nachfolgender Pkw-Lenker überfuhr die Reifenteile und beschädigte sein Fahrzeug dabei. Richtig ins Staunen kamen die Exekutivbeamten erst, als sie sich den, von einem Slovaken gelenkten „Brummi“ etwas genauer anschauten.
Am Donnerstag gegen 12.50 Uhr war ein österreichischer Sattelzug auf der deutschen Autobahn A96 in Richtung Vorarlberg unterwegs. Im Kohlbergtunnel platzte dem slowakischen Lenker am Sattelauflieger plötzlich ein Reifen. Ein nachfolgender Pkw-Fahrer konnte nicht rechtzeitig ausweichen und fuhr über Reifenteile. Dabei wurde sein Fahrzeug beschädigt und es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 3000 Euro. Bis zum Eintreffen einer Polizeistreife hatte der Lkw-Fahrer die Teile bereits selbstständig entfernt.
Bei der anschließenden Unfallaufnahme staunten die bayrischen Polizeibeamten aber nicht schlecht: Sie stellten fest, dass die in Österreich ansässige Transportfirma weder am digitalen Kontrollgerät angemeldet war noch den alle 90 Tage vorgeschriebenen Unternehmensdownload durchgeführt hatte. Die Verstöße wurden an das deutsche Bundesamt für Güterverkehr weitergemeldet. Nach der Anzeigenaufnahme wurde dem Slowaken die Weiterfahrt mit seinem Sattelzug nach Memmingen gestattet, um sich dort einen neuen Reifen montieren zu lassen.








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