Fasching zum Mitnehmen

„Die gemeinsamen Erlebnisse fehlen uns sehr!“

Vorarlberg
25.02.2022 10:55
Porträt von Sandra Zech
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Sandra Zech und Vorarlberg-Krone

Die Faschingsnarren im Ländle hatten die vergangenen zwei Jahre wenig zu lachen. Alternative Ideen wie „Fasching-to-go“ lassen die fünfte Jahreszeit trotzdem hochleben.

Bunte Kostüme, große Umzugswagen und fröhliche Kinder, die den „Zückerle“ nachjagen - das sind schöne Erinnerungen an den Fasching vor der Coronakrise. An „das Leuchten der Kinderaugen“ oder an die Freude der Senioren bei Altenheimbesuchen erinnert sich Matthias C. Köchle sehr gerne zurück. Der 32-Jährige ist Präsident der Altenstädtner Fasnatzunft und findet es wichtig, weiterhin Brauchtumspflege zu betreiben.

Alternative für Zuhause
Darum bemüht sich der Verein mit seinen rund 50 aktiven Mitgliedern auch, wenn der Fasching so wie heuer wieder ausfallen muss. Die neueste Idee: Am Faschingssamstag werden vor dem Vereinslokal in Altenstadt „Fasching-to-go“-Säckchen verteilt. Ausgestattet mit Konfetti, Krönchen und Co. kann man sich die Karnevalsstimmung nach Hause holen. „Wir wollen den Leuten zumindest eine kleine Freude machen. Damit der Fasching nicht ganz in Vergessenheit gerät.“

Garantiert etwas zum Lachen hat man mit der Jubiläumsausgabe des „Schnorrawackler“. Seit 40 Jahren informiert die Fasnatzeitschrift schon über lustige Geschichten in Altenstadt und Umgebung. Es werde zwar immer schwieriger, den Brauch zu erhalten und Geschichten zu sammeln, aber für diese Ausgabe hat sich das Team besonders ins Zeug gelegt. „Wir haben heuer Kuriositäten und Missgeschicke wie Lockdown-Frisuren oder eine Neuauslegung des ‘Christbom loben’ auf Lager.“

Hoffnung auf einen normalen Fasching
Auch für das Vereinsleben, das ziemlich gelitten hat, überlegte sich die AFZ eine Alternative. „Wir haben uns zum Ganzjahresverein entwickelt und treffen uns auch im Sommer, zum Grillen beispielsweise“, erzählt Köchle. Dennoch, über die fünfte Jahreszeit in altbewährter Manier geht einfach nichts: „Die gemeinsamen Erlebnisse fehlen uns sehr!“ Zwischen 40 bis 50 Ausrückungen stehen in einer normalen Faschingssaison für die Narren der AFZ an: von den zunfteigenen Bällen, über Umzüge, Besuche in Schulen und Kindergärten bis hin zu Ausflügen zum Villacher Fasching - das schweißt zusammen und lässt das Narrenherz höher schlagen.

Die Wahl eines neuen Prinzenpaares aus dem Dorf gehört ebenso zum jährlichen Pflichtprogramm. Auch hier hat Corona für Ungewöhnliches gesorgt: „Das aktuelle Prinzenpaar amtiert bereits das zweite Jahr in Folge. Wir hoffen, dass sie in ihrer dritten Amtszeit einen richtigen Fasching erleben können.“ 

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