Forderungen unerfüllt

Ukraine-Konflikt: Putin wirft Westen Ignoranz vor

Ausland
23.02.2022 09:21

Inmitten des immer weiter eskalierenden Konflikts um die Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin dem Westen Ignoranz gegenüber russischen Sicherheitsinteressen vorgeworfen. „Unser Land ist immer offen für einen direkten und offenen Dialog, für eine Suche nach diplomatischen Lösungen für die schwierigsten Probleme“, so Putin am Mittwoch in einer Videobotschaft. „Aber ich wiederhole: Die Interessen Russlands und die Sicherheit unserer Bürger sind für uns nicht verhandelbar.“

„Heute bleibt die Sicherung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes die wichtigste staatliche Aufgabe“, erklärte Putin in der Videobotschaft zum Tag des Vaterlandsverteidigers, an dem Russland und andere ehemals sowjetische Staaten ihre Streitkräfte ehren. Die Aufrufe Moskaus nach Garantien dafür, dass die Sicherheit eines Landes nicht auf Kosten eines anderen geht, seien bisher unbeantwortet geblieben, erneuerte Putin seine Kritik. Russland fordert unter anderem ein Ende der NATO-Osterweiterung und insbesondere einen Verzicht auf die Aufnahme des Nachbarlands Ukraine in das Militärbündnis.

Putin legt bei seinen Vorwürfen gegen westliche Länder noch nach. (Bild: AP)
Putin legt bei seinen Vorwürfen gegen westliche Länder noch nach.

Im Westen hingegen wird Putin als Hauptaggressor der aktuellen Eskalation gesehen. Anfang der Woche hatte er die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten anerkannt. Zudem ordnete er unter großem internationalen Protest die Entsendung von Truppen in die von prorussischen Separatisten kontrollierten Regionen an. Die US-Regierung sprach vom „Anfang einer Invasion“ und brachte - ebenso wie die EU - umgehend weitreichende Sanktionen gegen Russland auf den Weg.

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