Jetzt bauen auch die Tiroler Lawinenkommissionen stark auf den Einsatz von Drohnen. Daher fand kürzlich auf der Franz-Senn-Hütte in Neustift der erste Drohnenkurs für Kommissionsmitglieder statt. Die Teilnehmer erarbeiteten Empfehlungen für den Einsatz der fliegenden Kameras zur Lagebeurteilung.
„Vor zwei Jahren haben einige Mitglieder von Lawinenkommissionen begonnen, Drohnen zu verwenden“, sagt Kursleiter Harald Riedl. „Sie hatten alle schon Erfahrung mit diesen privaten Drohnen aus ihrer Tätigkeit als Bergführer oder Skilehrer“, informiert Riedl. Die Drohnen erwiesen sich als sehr hilfreich, wenn es etwa um Lagebeurteilung in nur schwer zugänglichen Bereichen ging.
Kurs abgehalten
„Das Land will nun Richtlinien für diese spezielle Einsatzart von Drohnen erarbeiten“, sagt Riedl, Ausbildungsleiter für die Tiroler Lawinenkommissionen. So fand auf der Franz-Senn-Hütte in der Vorwoche der spezielle, dreitägige Kurs statt.
So konnten wir die Flüge durchführen, ohne Gäste zu belästigen oder gar zu gefährden.
Harald Riedl, Ausbildungsleiter Tiroler Lawinenkommissionen
15 Kommissionsmitglieder aus ganz Tirol kamen ins Stubaital, Wirt Thomas Fankhauser – selbst Drohnenpilot – hatte die Sennhütte nur für die Kursteilnehmer geöffnet. „So konnten wir die Flüge durchführen, ohne Gäste zu belästigen oder gar zu gefährden“, freut sich Riedl.
Bewegungsmessung von Gleitschneelawinen
Die fliegenden Kameras sollen künftig unter anderem zur Dokumentation von Anbruchsbereichen von Lawinen und zur Bewegungsmessung der heimtückischen Gleitschneelawinen verwendet werden. „Rund 15 Prozent der Kommissionen verfügen schon über Drohnen, viele mehr werden folgen“, sagt Riedl.
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