Die Umstände der im Februar 2010 vorgesehenen Abschiebung hatten für großes Aufsehen gesorgt. So sollte die Familie mit den damals drei und fünf Jahre alten Kinder um 4 Uhr von der Polizei abgeholt werden. Nach Protesten des Bürgermeisters und rund 30 engagierter Bürger, die sich in der Nacht vor dem Haus versammelt hatten, wurde die Abschiebung abgebrochen. Laut Röthis Bürgermeister Norbert Mähr sei die Familie "bestens integriert".
Warten auf deutsche Entscheidung
Bereits vor einem Jahr hat sich der Vorarlberger Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler für ein humanitäres Bleiberecht der Familie eingesetzt. Diese Bemühungen scheiterten allerdings an einem aufrechten Aufenthaltsverbots des Familienvaters in Deutschland. Er hatte in Deutschland - wo er auch geboren ist - unerlaubterweise seine Mutter besucht.
Dieses Aufenthaltsverbot besteht bis heute. "Deshalb ist im Falle des Mannes weiterhin kein humanitäres Bleiberecht möglich", erklärt Schwärzler. Sollte Deutschland das Aufenthaltsverbot aufheben - ein Antrag wurde bereits gestellt -, steht einer Niederlassungsbewilligung für den Vater nichts im Wege.
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