So, 23. September 2018

Keine Abschiebung

18.05.2011 15:39

Mutter und Kinder dürfen vorerst in Vorarlberg bleiben

Eine in Vorarlberg lebende kosovarische Familie, die bereits im Februar 2010 abgeschoben werde hätten sollen, darf nun doch bleiben. Die Frau und die beiden Kinder haben nun eine Niederlassungsbewilligung für ein Jahr ausgestellt bekommen. Was aus dem Vater wird, ist derzeit unklar, das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Die Umstände der im Februar 2010 vorgesehenen Abschiebung hatten für großes Aufsehen gesorgt. So sollte die Familie mit den damals drei und fünf Jahre alten Kinder um 4 Uhr von der Polizei abgeholt werden. Nach Protesten des Bürgermeisters und rund 30 engagierter Bürger, die sich in der Nacht vor dem Haus versammelt hatten, wurde die Abschiebung abgebrochen. Laut Röthis Bürgermeister Norbert Mähr sei die Familie "bestens integriert".

Warten auf deutsche Entscheidung
Bereits vor einem Jahr hat sich der Vorarlberger Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler für ein humanitäres Bleiberecht der Familie eingesetzt. Diese Bemühungen scheiterten allerdings an einem aufrechten Aufenthaltsverbots des Familienvaters in Deutschland. Er hatte in Deutschland - wo er auch geboren ist - unerlaubterweise seine Mutter besucht.

Dieses Aufenthaltsverbot besteht bis heute. "Deshalb ist im Falle des Mannes weiterhin kein humanitäres Bleiberecht möglich", erklärt Schwärzler. Sollte Deutschland das Aufenthaltsverbot aufheben - ein Antrag wurde bereits gestellt -, steht einer Niederlassungsbewilligung für den Vater nichts im Wege.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Vorarlberg
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.