Sa, 22. September 2018

11.908 erwischt

18.05.2011 10:07

Viele Tiroler telefonieren trotz Gefahren am Steuer

Im vergangenen Jahr wurden auf Tirols Straßen nicht weniger als 11.908 Autofahrer beim Telefonieren am Steuer erwischt und bestraft, in ganz Österreich waren es 128.221. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit Tirol klärt auf und warnt Autofahrer zugleich: "Telefonieren am Lenkrad ist einer Promillefahrt gleichzusetzen!"

Bei einer Befragung von Tiroler Autofahrern durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hatte nicht einmal die Hälfte der Handytelefonierer eine Freisprecheinrichtung - genau waren es 45 Prozent. 27 Prozent der befragten Tiroler gaben zu, am Steuer SMS zu lesen. "SMS am Steuer zu lesen oder gar zu schreiben ist extrem fahrlässig und daher auch verboten", sagt Norbert Blaha, der Chef des Tiroler KfV: "Der Blick richtet sich auf das Mobiltelefon anstatt auf das Fahrgeschehen. Wichtige Gefahrenquellen können nicht mehr wahrgenommen werden."

"Gleich wie Alkofahrt"
Interessant: Die Befragung hat auch gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Lenker überzeugt ist, dass telefonieren ohne Freisprecheinrichtung die Fahrtauglichkeit des Lenkers sehr oder etwas einschränkt. Blaha: "Aus Tests können wir beweisen, dass telefonieren am Steuer einer Fahrt unter Alkoholeinfluss absolut gleichzusetzen ist."

Freisprecheinrichtung um nur 50 Euro
Ein noch dramatischeres Bild zeichnet Ursula Hemetsberger, die Pressesprecherin des KfV: "Bei Anruf fährt der Tod mit. Im vergangenen Jahr gab es in Salzburg einen Unfall, bei dem der Anrufer zuhören musste, wie seine telefonierende Freundin im Auto starb. Das KfV empfiehlt grundsätzlich während des Lenkens nicht zu telefonieren. Für all jene, die glauben, nicht ohne Mobiltelefon während der Fahrt auszukommen, ist eine Freisprecheinrichtung gedacht.

Heutige Bluetooth-Modelle sind wesentlich einfacher in der Handhabung - auch bei wechselnden Handy-Modellen -, kommen ohne Kabel aus und kosten nicht mehr als eine Handy-Strafe mit 50 Euro. Im Ausland ist der Strafrahmen höher: 155 Euro zahlt man in Südtirol, wenn man erwischt wird."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.