Mo, 12. November 2018

Per Video-Botschaft

17.05.2011 16:17

Major klagt an: Hundefutter für russische Rekruten

Hundefutter für Rekruten: Mit einer Video-Klage über menschenverachtende Zustände in der russischen Armee hat sich jetzt ein Major an die Öffentlichkeit gewandt. Auf seiner Militärbasis in Wladiwostok am Pazifik werde unter anderem als Rindfleisch deklarierte Tiernahrung mit abgelaufenem Verfallsdatum an junge Soldaten verteilt, sagte Igor Matwejew. Auch Korruption und Freunderlwirtschaft seien an der Tagesordnung.

Insgesamt stellte der Major vier Clips ins Internet. Wenige Tage nach dem Hochladen wurde der Offizier gefeuert. Grund seien aber nicht die Videos, sondern Matwejews Fehlzeiten, behauptete ein Offizieller im Gespräch mit der Moskauer Zeitung "Komsomolskaja Prawda".

Der Major zeigt in dem Video auch Aufnahmen der heruntergekommenen Schlaflager. Zudem beklagt er sich darüber, dass der Bruder des Kommandanten von diesem zum Stellvertreter eines Bataillons ernannt worden sei - danach sei die Zahl der Unfälle rasant gestiegen. Seine Beschwerden auf dem Dienstweg seien nicht weitergeleitet worden, begründete Matwejew sein ungewöhnliches Vorgehen. Präsident und Oberbefehlshaber Dmitri Medwedew reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Immer wieder Misshandlungsberichte
Immer wieder sorgen Berichte etwa über misshandelte Rekruten für Aufregung. Die russische Armee steht derzeit vor der größten Reform ihrer Geschichte. Auch ein Polizist hatte sich in der Vergangenheit wegen zahlreicher Missstände per Video an Ministerpräsident Wladimir Putin gewandt. Die Folge: Er wurde erst entlassen und später verhaftet (siehe Infobox).

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