Mit 1355 fertiggestellten Wohnungen konnte letztes Jahr ein neuer Höchstwert vonseiten der Tiroler Gemeinnützigen erreicht werden. Jeder fünfte Tiroler nützt deren Angebot - insgesamt verwalten sie rund 70.000 Wohnungen. Heuer sollen 1170 Unterkünfte hinzukommen, bei einem Bauvolumen von 330 Millionen Euro.
„Es wird sehr schwierig, die geplanten Wohnbauvorhaben, die noch nicht begonnen wurden, im Rahmen der Wohnbauförderung umzusetzen. Diese Wohnungen würden dann letztlich am Markt fehlen“, schildert Franz Mariacher, Obmann der Gemeinnützigen Bauträger in Tirol, die derzeitige Situation am Wohnungsmarkt. Das Ziel sei aber klar: Komme es nicht zu einer raschen Entspannung bei den Preisen, müssten weitere Möglichkeiten für leistbaren Wohnraum geprüft werden. Markus Lechleitner, Obmann-Stellvertreter, betont die Wichtigkeit der Gemeinnützigen Bauträger: „Ohne unsere konstant hohe Bautätigkeit wäre das Wohnen für viel mehr Menschen in Tirol schon längst nicht mehr leistbar.“
Mit unserem Kostendeckungsprinzip können wir die Preise eins zu eins an unsere Mieter weitergeben. Bei Neubauprojekten liegen wir sogar 50 Prozent unter den gewerblichen Anbietern.
Franz Mariacher, Obmann der Gemeinnützigen Bauträger
Grundstückssuche bleibt große Herausforderung
Als neues Modell für die Eigentumsbildung habe sich der Mietkauf etabliert. Dabei können die Mietwohnungen nach fünf Jahren erworben werden. Auf diesen Bereich fielen nachfragebedingt 1172 fertiggestellte Einheiten. Deren durchschnittliche Miete liegt bei 7,79 Euro pro Quadratmeter. „Mit unserem Kostendeckungsprinzip können wir die Preise eins zu eins an unsere Mieter weitergeben. Bei Neubauprojekten liegen wir sogar 50 Prozent unter den gewerblichen Anbietern“, erklärt Mariacher die Preise.
Auch Gemeinden sind gefordert
Schwierig gestalte sich die Grundstücksvorsorge, da bei den derzeitigen Kosten für bereits gewidmete Baugrundstücke kein leistbares Wohnen anbietbar sei. Um die Nachfrage für die nächste Generation abzusichern, sehe man bei den Gemeinden Handlungsbedarf. „Diese könnten durch ihre Widmungspolitik dem leistbaren Wohnraum den Vorzug geben“, so die Gemeinnützigen Bauträger.
Vanessa Holer, Kronen Zeitung
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