„Geistig Verwirrter“
Anschlag von Student an Uni in Lissabon vereitelt
Die portugiesische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Terroranschlag auf dem Gelände der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lissabon vereitelt. Ein 18 Jahre alter Student, der seit Monaten ein Attentat auf Kommilitonen geplant habe, sei am Donnerstag festgenommen worden, teilte die Kriminalpolizei (PJ) in Lissabon mit.
Bei der Aktion der Antiterroreinheit der PJ seien in der Wohnung des Verdächtigen im Lissabonner Viertel Olivais neben Waffen auch die schriftlich festgehaltenen Anschlagspläne sichergestellt worden. Der Portugiese solle am Freitag erstmals verhört werden, hieß es in der Mitteilung der „Polícia Judiciária“.
Unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete die Zeitung „Público“, der Verdächtige sei nur einen Tag vor Ausführung des geplanten Anschlags festgenommen worden. Die portugiesische Polizei sei von ausländischen Behörden alarmiert worden, die im sogenannten Darknet und in sozialen Netzwerken Hinweise auf die Planung eines Terroranschlags in Lissabon entdeckt hätten.
Polizei spricht von „geistig verwirrter Person“
Bei dem Verdächtigen handle es sich den ersten Erkenntnissen zufolge um eine „geistig verwirrte Person“, schrieb das Blatt unter Berufung auf die Behörden. Die Motive für den Anschlag blieben vorerst unbekannt.
In der Wohnung des Verdächtigen seien unter anderem mehrere Messer sowie Bogen und Pfeile beschlagnahmt worden. Schusswaffen seien vorerst nicht gefunden worden, schrieb „Público“.
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