Mit den 8553 Neuinfektionen gab es am Mittwoch den Höchststand in der Omikron-Welle in OÖ, am Donnerstag waren es 6684. Rund 283 Erkrankte sind im Spital, 23 brauchen Intensivbehandlung. „Die Lage ist zu bewältigen“, sagt Tilman Königswieser vom Krisenstab. Das sei der Impfung geschuldet.
Patt bei Impfpflicht
Rund 65 Prozent der Gesamtbevölkerung in OÖ sind derzeit voll geimpft. „Neben der Schutzwirkung für sich und andere glauben drei von fünf Oberösterreichern, dass die Impfung ein Werkzeug zur Bekämpfung der Corona-Krise ist“, weiß Meinungsforscher Paul Eiselsberg. Der Widerspruch: Obwohl eine große Mehrheit den Nutzen sieht, sind viele gegen die gesetzliche Impfpflicht. Auch das zeigt die IMAS-Studie, bei der 1105 Landsleute über 16 Jahren befragt wurden. Gerade einmal 54 Prozent finden diese Pflicht „sehr richtig“ oder „richtig“ – siehe Grafik. Dem gegenüber steht ein Anteil von 43 %, die gegen diese Impfpflicht sind – das ist fast eine Pattstellung.
Viele Ungeimpfte werden nie erreicht
Und was man noch aus dem Kreise der Ungeimpften für die Impfpflicht oder zumindest die Impfung gewinnen kann, scheint ebenfalls aussichtslos. Denn insgesamt 82 Prozent der Ungeimpften sind am Stich überhaupt nicht interessiert. Fragen zur Wirksamkeit, Angst vor Nebenwirkungen sind dabei laut IMAS die Hauptargumente dagegen.
Neue Kampagne
Trotzdem startet das Land erneut eine Informationskampagne. Rund 90 „Impfberatungsärzte“ stehen ab Ende Februar bei Impfzentren und in Gemeinden „für Gespräche zur Verfügung, diese müssen nicht zu einer Impfung führen,“ betont LH-Vize Christine Haberlander.
Übrigens: Die Herdenimmunität, die Omikron und die Impfung derzeit erzeugen, könnte im Herbst allerdings wieder schwinden, fürchtet Königswieser. An der Impfung führe daher kein Weg vorbei, auch wenn Landeshauptleute wieder diskutieren...
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