„Das Mädchen war total unterkühlt“, berichtet Nadine Aumayr von der Rettungshundebrigade nach einem erfolgreichen Einsatz in der Nacht auf Donnerstag in Prambachkirchen (Oberösterreich). Diesmal hatte sie aber nicht ihr Hund „Arton“ zur Vermissten geführt, sondern das Navi.
Kurz nach Mitternacht wurde die Landeseinsatzleiterin der Rettungshundebrigade alarmiert. Feuerwehr, Polizei und Rettung suchten da schon nach einer 15-Jährigen, die in einer Betreuungseinrichtung in Prambachkirchen vermisst wurde.
Aus Bauchgefühl heraus
„Ich hatte geplant, über die Autobahn zu fahren, habe mich aber aus einem Bauchgefühl heraus dann doch für die Strecke über Eferding, die mir das Navi anzeigte, entschieden“, erzählt die Hundeführerin aus Altenberg. Mit ihr im Auto saß ihr Deutscher Schäferhund „Arton“, der in dieser Nacht aber nicht zum Einsatz kommen sollte.
Stundenlang bei minus zwei Grad unterwegs
Denn noch bei der Anfahrt, aber im Kopf schon auf Suchmodus eingestellt, entdeckte Nadine Aumayr die Vermisste auf einer Bank. „Das Mädchen war zuerst gar nicht ansprechbar“, erzählt die Retterin. „Sie war seit sechs oder sieben Stunden unterwegs, bei minus zwei Grad und drei Kilometer von zu Hause entfernt.“ Aumayr leistete Erste Hilfe, wärmte sie mit ihrer Jacke und einer Aludecke und gab den Standort an die Einsatzkräfte weiter.
„Wie haben Sie mich denn gefunden?“, fragte das Mädchen. „Tja, irgendwie hat mich mein Navi heute über diese Strecke zu Ihnen gelotst“, antwortete die Retterin.
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