Sowohl die Pandemie als auch die illegale Migration sorgen dafür, dass die Exekutive derzeit im Dauereinsatz steht. Die SPÖ fordert daher, dass die Arbeit der Beamten entsprechend wertgeschätzt wird. Jeder Polizist soll eine jährliche Prämie in der Höhe von 1000 Euro erhalten, so SPÖ-Klubchef Robert Hergovich.
Seit zwei Jahren hält Corona nicht nur Österreich sondern auch die Polizei auf Trab: Undurchsichtige, sich ständig ändernde Regelungen, laufende Quarantäne-Überprüfungen, Kontrollen in Gastronomie und Handel sowie Einsätze bei den Demonstrationen in Wien. Die Belastung ist enorm. Außerdem sind die Polizisten dem Kontakt mit vielen Menschen ausgesetzt, auch vielen Corona-Infizierten. Daher sei die Zahl der Infektionen bei der Exekutive doppelt so hoch, wie beim Rest der Bevölkerung, erklärt SPÖ-Sicherheitssprecher und Polizeigewerkschafter Ewald Schnecker.
Zusatzbelastung durch Einsatz an Grenze
Im Burgenland werde die Situation durch die Grenzthematik zusätzlich verschärft, ergänzt Hergovich. 20.000 Flüchtlinge und 169 Schlepper wurden im Vorjahr aufgegriffen. Anders als etwa Krankenhauspersonal gebe es für die Exekutive jedoch keine Corona-Prämie. Hier müsse der Innenminister tätig werden, so Hergovich. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) habe in noch in seiner Funktion als Innenminister eine monetäre Anerkennung zugesagt. „Sein Nachfolger Gerhard Karner konnte oder wollte bislang nicht beantworten, ob es diesen Bonus geben soll, obwohl dieser zweifelsfrei angemessen wäre“, sagt Schnecker.
Überalterung bei Beamten im Landessüden
Laut dem Polizeigewerkschafter braucht es aber noch weitere Maßnahmen: Das Burgenland brauche 150 zusätzliche Beamte, da besonders im Landessüden eine massive Überalterung der Kollegen gebe. Außerdem brauche es eine bessere Absicherung für jungte Kollegen bei Dienstunfällen.












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