Nicht zurechnungsfähig

Messerattacke auf Frau: Angreifer soll in Anstalt

Oberösterreich
07.02.2022 11:00
Eine Woche lang hielt ein Kroate im Juli 2021 die Polizei in Atem. Der 41-Jährige war nach einer Messerattacke auf seine Frau in Asten nur mit Boxershorts bekleidet geflüchtet und hatte sich versteckt. Morgen, Dienstag, steht er in Steyr vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat seine Einlieferung in eine Anstalt beantragt.

Der Geschworenenprozess in Steyr ist nur bis 14 Uhr terminisiert. Da der Kroate laut Gutachten an paranoider Schizophrenie leidet und nicht zurechnungsfähig ist, müssen die Laienrichter „nur“ über die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher entscheiden. Wäre er zurechnungsfähig, hätte man ihn hingegen wegen Mordversuchs angeklagt.

Tat vor den Augen der Kinder
Die Tat geschah vor den Augen der Kinder (10, 16) des Paares. Im Verlauf eines Beziehungsstreites soll der damals 40-Jährige in Asten mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf seine Frau (37) losgegangen sein und sie in den Hals gestochen haben. Die 10-jährige Tochter wählte den Notruf, die Mutter wurde ins Uniklinikum Linz eingeliefert. In der Zwischenzeit flüchtete der Vater nur mit Boxershorts und T-Shirt bekleidet, ohne Handy, aus dem Mehrparteienhaus - und tauchte für eine Woche lang unter. Angeblich hatte er sich ganz in der Nähe des Tatortes in einem Anhänger versteckt und nur Regenwasser getrunken. Behauptet er. Als der Hunger unerträglich geworden war, radelte er noch immer nur mit Boxershorts bekleidet auf einem gestohlenen Rad ins Zentrum von Ebelsberg, gab er bei seiner Einvernahme an. In dieser Aufmachung wurde er sofort von Passanten erkannt und schnell verhaftet.

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