Unnötiger Sturmeinsatz

Feuerwehr sauer: „Sind nicht Mädchen für alles“

Die Freiwilligen Helfer der Feuerwehr in Bad Ischl sind sauer! Wegen ein paar umgewehter Werbetafeln wurden sie am Sonntag alarmiert: „Es gibt auch bei uns Grenzen, die Feuerwehr ist nicht Mädchen für alles“, sagt Einsatzleiter Hannes Stibl.
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Durch den heftigen Sturm wurden am Sonntag in Bad Ischl einige Werbetafeln und Absperrgitter beim Eislaufplatz umgeweht – ein Passant sah das und alarmierte um 12.20 Uhr die Feuerwehr. Die Helfer sprangen sofort auf, ließen teilweise ihr Mittagessen auf den Tellern liegen und ihre Liebsten allein daheim, um so schnell wie möglich zu helfen. Vor Ort konnten es die Kameraden kaum glauben, fragten: „Was machen wir hier?“

Auch Einsatzleiter Stibl war in diesem Moment sprachlos: „Helfen ist für uns selbstverständlich, da spielt die Uhrzeit keine Rolle. Doch ehrlich gesagt sollte unsere Hilfsbereitschaft nicht überstrapaziert und schon gar nicht ausgenutzt werden“, ärgert er sich. Der Betreiber des Eislaufplatzes - der Tourismusverband Bad Ischl - wurde über den Vorfall informiert und veranlasste alles weitere.

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Ehrlich gesagt sollte unsere Hilfsbereitschaft nicht überstrapaziert und schon gar nicht ausgenutzt werden.

Hannes Stibl, Einsatzleiter der FF Bad Ischl

Nicht der erste Vorfall
Dass immer wieder Menschen aus Bequemlichkeit die Feuerwehr rufen, stimmt auch den Kommandanten der FF Bad Ischl Jochen Eisl nachdenklich: „Wir wurden zum Beispiel gerufen, weil angeblich ein Baum über der Straße gelegen hat. Dort angekommen war einfach nur ein dicker Ast auf der Straße. Den hätte jeder Autofahrer selbst wegräumen können.“ Mit ihrem Aufruf hoffen die Helfer, dass manche in Zukunft vielleicht zweimal überlegen, bevor sie 122 wählen.

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