Landesvize und Wohnbaureferentin Gaby Schaunig im Gespräch über leistbares Wohnen und Leerstandsabgaben.
Ist das Wohnen in Kärnten derzeit noch leistbar?
Im Bundesländervergleich hat Kärnten die niedrigsten Mieten. Das liegt daran, dass in Kärnten der gemeinnützige Wohnbau über die Wohnbauförderung stark unterstützt wird und dadurch Mieten gering gehalten werden können. Im Privatbereich fehlt eine Mietzinsdeckelung. Und auch der Betriebskostenkatalog gehört überarbeitet.
Aber dennoch tun sich viele Kärntnerinnen und Kärntner schwer, die Miete aufzubringen.
Ja das ist leider Faktum. Mit der Änderung der Wohnbeihilfe können aber nun mehr Menschen unterstützt werden.
Wie sieht die Situation auf dem privaten Eigentumsmarkt aus?
Hier ist der Kauf von Wohnungen oder Häusern gerade im Zentralraum nicht mehr leistbar. Und das liegt nicht nur an den gestiegenen Baukosten.
Wie kann man der Preisentwicklung entgegensteuern?
Der vorwiegende Zweck von gemeinnützigen Genossenschaften ist es, Mietwohnungen zu schaffen, doch sollten wir die Genossenschaften wieder dazu bewegen, vermehrt Eigentumswohnungen oder Reihenhäuser zu errichten. Dadurch würde ein günstiges Wohnangebot geschaffen, das preissenkend wirken würde.
Was halten Sie von einer Leerstandsabgabe?
Ich denke das Thema muss man differenziert betrachten. Für Eigentümer, deren Wohnung als Altersvorsorge dient, sehe ich hier keinen Bedarf einer Abgabe. Aber ich kann es mir für große, leerstehende Gebäude vorstellen, in denen Wohnraum untergebracht werden könnte.
Wie kann Wohnraum geschaffen werden, ohne zu viel wertvolle Bodenflächen zu versiegeln?
Das Land fördert ganz offensiv den Ankauf von Altobjekten und Sanierungen. Auch wenn das Gebäude abgerissen und neu errichtet werden muss.
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