28.01.2022 20:32 |

Streit mit Nachbarn

Priester läutete 200 Mal am Tag die Kirchenglocke

Weil er mehr als 200 Mal am Tag die Kirchenglocken läutete, ist ein Priester in Florenz zu einer Geldstrafe verdonnert worden. Der Grund für den Lärm: Don Leonardo Guerri von der Kirche Santa Maria a Coverciano lieferte sich einen vierjährigen Streit mit den Nachbarn.

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Bewohner der Gemeinde im Osten von Florenz klagten darüber, dass sie durch das ständige Glockengeläut zwischen 8 Uhr und 21 Uhr bei der Arbeit, beim Ausruhen und im Schlaf gestört wurden. Am Schlimmsten sei es in der Ferienzeit, wenn die Glocken jede halbe Stunde läuteten.

Priester muss sich nun zurückhalten
Nach Petitionen, Gerichtsverfahren und Untersuchungen zur Lärmbelästigung griff die Umweltschutzbehörde (Arpat) in der Toskana nun durch und verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro, wie die Zeitung „Corriere Fiorentio“ berichtete. Zudem muss sich der Priester beim Glockenläuten jetzt stark zurückhalten: Er darf nur noch zur Messe und zum Abendgebet um 18.00 Uhr läuten. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP wollte Don Leonardo Guerri sich nicht äußern.

Angesichts zunehmender Konflikte um Glockentürme in der Toskana hatte der Erzbischof von Florenz, Kardinal Giuseppe Betori, schon 2014 eine Anordnung verschickt, um Lärmbelästigung durch Kirchenglocken in Grenzen zu halten. Er rief die Priester auf, sie sollten „die Bedeutung christlicher Hingabe nicht überstrapazieren“.

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