21.01.2022 19:45 |

Pornosucht als Motiv

Polizist (40) filmte heimlich nackte Frauen: Haft

Weil er Dutzende nackter Frauen mit Hilfe von Spionagekameras ohne deren Wissen gefilmt hat, ist ein ranghoher Vertreter der Londoner Polizei am Freitag zu drei Jahren Haft wegen Voyeurismus verurteilt worden. Der 40-Jährige hatte zuvor die Taten eingeräumt und sie mit seiner Pornosucht erklärt.

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Das Gericht warf dem ehemaligen Mitglied einer Antiterroreinheit und verheirateten Familienvater vor, die Frauen zwischen Jänner 2017 und Februar 2020 als vermeintlicher Fotograf für Fotoshootings angeheuert zu haben.

Sie sollten nackt für ihn in Hotels oder Wohnungen posieren, die er per Internet in Manchester, London und Brighton angemietet hatte. Vor den Terminen platzierte er Spionagekameras in Lufterfrischern, Brillen, Schlüsseln, Kopfhörern und anderen Alltagsgegenständen und filmte die Frauen heimlich.

Aufnahmen von 51 verschiedenen Frauen
Ein Model entdeckten den Trick jedoch und informierte die Polizei. Bei der Festnahme fanden die Polizisten auf der Festplatte ihres Kollegen Aufnahmen von 51 verschiedenen Frauen. 19 der Opfer sagten in dem Prozess gegen ihn aus. Richter Martin sagte am Freitag, der Angeklagte habe zwar seine Rolle als Polizist nicht dazu benutzt, seine Opfer einzuschüchtern, vielmehr habe er sie vor ihnen „verborgen“. Doch als sie erfahren hätten, dass er Polizist sei, habe dies ihr Vertrauen in die Exekutive „schwer erschüttert“.

Londons Polizei war in den vergangenen Monaten von einer Reihe von Fällen erschüttert worden, in denen ihre Beamte verwickelt waren. Unter anderem wurde ein Polizist im vergangenen März für die Entführung, Vergewaltigung und Ermordung von Sarah Everard zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt - er hatte seinen Polizeiausweis benutzt, um ihre Festnahme vorzutäuschen und sie zu verschleppen.

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