Beugt er sich Stich?

Statt Impfpflicht will Haimbuchner Vernunftpflicht

„Vielleicht brauchen wir eine Vernunftpflicht der Politik“, meint Oberösterreichs FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner. Eine Impfpflicht hält er jedenfalls nicht für den geeigneten Ausweg aus der Pandemie: „Ich meine vor allem, dass die Impfpflicht aufgrund der erfolgten Konfrontation der Bevölkerung mit dem Virus durch Impfung oder Infektion einfach nicht mehr notwendig ist und damit die wichtigste rechtliche Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) für so eine Pflicht nicht erfüllt ist.“

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„Es sollte doch so sein, dass geimpft wird, wann und wo es Sinn macht, und nicht damit irgendeiner Partei oder Behörde recht getan ist. Ich glaube an die Vernunft von Menschen und auch noch an die Vernunft von staatlichen Behörden. Vielleicht brauchen wir eine Vernunftpflicht der Politik!“, so Haimbuchner im O-Ton zur „Krone“.

„Impfung schützt vor schweren Verläufen“
Ob der oberösterreichische FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter, noch ungeimpft und rechtlich schon zu lange genesen, selbst sich der kommenden Impfpflicht beugen wird, beantwortet er der „Krone“ nicht klar. Er erläutert das so: „Ich habe immer gesagt, dass ich an der individuellen Wirkung der Impfung nicht im Geringsten zweifle, sie schützt vor schweren Verläufen. Deshalb werde ich mich impfen lassen, sobald mein Antikörperstatus und damit mein Arzt mir das empfehlen. Das ist meine persönliche Entscheidung.“

„Lockdown für Ungeimpfte ist unsinnig“
Und die Frage, ob er sich selbst als Betroffener durch den Lockdown für Ungeimpfte über Gebühr belastet fühle, beantwortet er so: „Die Situation, dass ein ausreichender Antikörperstatus einfach ignoriert wird, ist sowohl rechtlich untragbar als auch wissenschaftsfeindlich. Das betrifft zigtausend Menschen. Der Lockdown ist unsinnig und gesellschaftspaltend aber betrifft zum Glück noch nicht den Arbeitsplatz.“

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