Tochter begünstigt

Mollner Ortschefin: “Ich würde jetzt anders handeln”

Oberösterreich
02.05.2011 17:56
Nach dem "Krone"-Bericht über die anstehende staatsanwaltschaftliche Prüfung der Mollner Bürgermeisterin Renate Rettenegger (SPÖ) wegen Amtsmissbrauchs meldet sich die Ortschefin zu Wort. In der Gemeinde gehen die Meinungen auseinander.

"Ich habe die vorzeitige Baubewilligung für den Zubau zum Haus meiner Tochter nur erteilt, weil die mündliche Stellungnahme vom Land positiv war. Jetzt würde ich es anders machen", sagt Rettenegger. Der positive schriftliche Bescheid von den Raumplanern folgte kurz darauf. 

Dennoch wurde zur frühzeitigen Baubewilligung eine Anfrage von ÖVP-Gemeinderat Josef Illecker an das Land gestellt: "Mich hat interessiert, ob diese verkürzte Vorgehensweise jetzt für alle Bürger gelte. Daher auch mein Schreiben an die Baurechtsabteilung." 

Illeckers Vorgehen stößt in Molln auch auf Kritik. "Formal war es sicher ein Fehler der Bürgermeisterin. Moralisch ist es jedoch nicht in Ordnung, das dem Land zu melden", meint Alfred Platzer von der Mollner Bürgerinitiative.

Kronen Zeitung

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