ARBÖ-Pannenstatistik

Strom und Elektronik als Schwachstellen in Autos

Oberösterreich
08.01.2022 12:00

Von wegen schöne neue Elektro-Welt. Die Pannenstatistik des ARBÖ Oberösterreich lässt aufhorchen: 35 Prozent durch streikende oder schwache Batterien, 32 Prozent durch Elektronikprobleme und 28 Prozent der Einsätze durch Reifenschäden. Sonstiges - wie kaputte Motoren - machen nur noch fünf Prozent aus.

Sie haben Biss, aber bellen tun sie nicht: Die Autos der rund 90 Pannenhelfer des ARBÖ OÖ werden traditionsgemäß als „weiße Bernhardiner“ bezeichnet. Sie legten im Vorjahr knapp 520.000 Kilometer bei 20.125 Panneneinsätzen zurück, berichtet Landesgeschäftsführer Thomas Harruk: „Durchschnittlich dauerte es 36 Minuten von der Pannenaufnahme bis zum Eintreffen am Pannenort. 95 Prozent der liegen gebliebenen Fahrzeuge konnten direkt vor Ort wieder flott gemacht werden.“

Urlaub mit Auto beliebter
Das Ranking der Einsatzgründe (siehe Grafik): 35% streikende bzw. schwache Batterien, gefolgt von Elektronik-Problemen (32%) und von Reifenschäden (28%). Besonders einsatzstark waren der Jänner sowie Juli und August, in denen altersschwache Batterien vor der Urlaubsfahrt getauscht werden mussten: Mit dem eigenen Auto in den Urlaub zu fahren, ist wieder beliebter.

Defekte E-Bikes
„Auffällig war die merklich gestiegene Einsatzzahl bei Pannen von E-Fahrrädern wegen defekter Akkus bzw. defekter Elektronik“, sagt Harruk: „Auch die Einsätze für die Starthilfe bei Elektroautos häufen sich. Sie nutzen zum Fahren zwar eine eigene Hochvoltbatterie, aber für die Bordelektronik und den Startvorgang ist eine normale 12-Volt-Batterie zuständig, die sich nach längeren Standzeiten entladen kann.“

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