04.01.2022 17:01 |

Technikmesse in Vegas

CES 2022: Schräge Gadgets im Schatten der Pandemie

Die Consumer Electronics Show (CES) öffnet am Mittwoch trotz steigender Corona-Fallzahlen ihre Türen in Las Vegas. Einen ersten Vorgeschmack auf die technologischen Neuheiten, darunter fingernuckelnde Plüschkatzen und Coronamasken mit Ventilator, gab es bereits im Vorfeld. Ein Überblick.

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Der Erfinder Eric Fouchard hatte genug von der schlechten Luft unter seiner Maske - und entwickelte deshalb ein kleines Belüftungssystem, das unter der Coronaschutzmaske getragen werden kann. Der Mini-Ventilator wird unter der Maske mit Hilfe einer Magnetvorrichtung an der richtigen Stelle gehalten und mit einem Akku betrieben, den der Nutzer hinter seinem Nacken trägt.

„Man kann die Vorrichtung verwenden, wenn man im Zug oder im Flugzeug sitzt“, sagt Fouchard der Nachrichtenagentur AFP. „Oder wenn man bei der Arbeit verhindern will, dass die Brille beschlägt“. Die Schutzfunktion der Maske wird dabei laut Fouchard nicht beeinträchtigt.

Masken für mehr als nur Corona
Die weiße Plastikmaske sieht futuristisch aus, hat es aber in sich: Neben Corona soll sie auch vor Bakterien und Luftverschmutzung schützen. Die Maske, die mit einem Gerät verbunden wird, das der Nutzer am Gürtel trägt, enthält einen Aktivfilter, der auch kleine Partikel, Krankheitserreger und Schadstoffe neutralisieren kann.

„Die Standardmasken sind nicht hundertprozentig luftdicht, die Luft strömt an den Seiten rein“, sagt Trong Dai Nguyen von der Herstellerfirma Airxom. „Unsere Maske hingegen ist komplett luftdicht“.

Das aktuelle Modell soll in einigen Monaten auf den Markt kommen, zu einem Preis von 340 Dollar (rund 300 Euro). „Wenn Sie alle paar Stunden Ihre medizinische Maske wechseln, dann ist das nach drei Jahren bereits teurer als unsere Maske“, sagt Nguyen.

Entspannendes Knabbern
Der japanische Ausdruck „amagami“ lässt sich ins Deutsche mit „süßes Beißen“ übersetzen. „Wir finden das Gefühl sehr angenehm und möchten es in die Welt tragen“, sagt der japanische Erfinder Shunsuke Aoki. Das schöne Gefühl gibt es in Form einer kleinen, batteriebetriebenen Plüschkatze, die dem Nutzer sanft am ausgestreckten Finger nuckelt.

Auch junge Katzen und Hunde zeigen ihren Besitzern auf diese Weise ihre Zuneigung - laut Aoki eine Quelle der Entspannung für Menschen. Er selbst lässt sich laut eigener Aussage gerne beim Autofahren am Finger nuckeln. „In der aktuellen Situation mit Corona, wo viele Leute zuhause bleiben müssen, gibt es den Menschen echte Entspannung“, sagt er.

Autonomes Autorennen
Am Freitag, dem letzten Tag der CES, wird auf dem Las Vegas Motor Speedway ein spektakuläres Autorennen erwartet. Gesteuert werden die Rennautos jedoch nicht von Menschen, sondern von Software und Sensoren.

„Die Informationen der Sensoren werden ausgewertet und dem Auto wird mitgeteilt, ob es bremsen, beschleunigen oder ein anderes Auto überholen soll“, sagt der Vorsitzende von Energy Systems Network, Paul Mitchell. Bei dem Rennen werden die Autos Geschwindigkeiten von knapp 260 Kilometern pro Stunde erreichen.

Das Autorennen dient nicht nur der Unterhaltung: Es geht auch darum, die Technik unter Extrembedingungen und bei hohen Geschwindigkeiten zu testen. Nur so werden Autos eines Tages auch auf Autobahnen vollständig autonom fahren können. „Rennautos und Autorennen allgemein sind eine gute Plattform, um die Technologie an ihrem Limit zu testen“, sagt Mitchell.

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