28.12.2021 09:46 |

Studie aus Hongkong

Totimpfstoff CoronaVac wirkt nicht gegen Omikron

Schlechte Nachricht für all jene Impfskeptiker, die auf Vakzine warten, die im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen auf die klassische Art wirken: Eine Studie aus Hongkong hat jetzt gezeigt, dass der Totimpfstoff CoronaVac bei der Omikron-Variante des Coronavirus vollkommen versagt.

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Forscher in Hongkong haben mithilfe von Blutproben von Geimpften die Wirkung von Impfstoffen gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron untersucht. Ihr Fazit: Von den Menschen, die mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Comirnaty) geimpft worden waren, entwickelten 20 bis 25 Prozent neutralisierende Antikörper gegen die Omikron-Variante.

Keine Antikörper gegen Omikron
Bei den mit dem chinesischen CoronaVac Immunisierten entwickelte aber kein einziger Proband Antikörper gegen die Omikron-Variante. Doch auch bei den mit dem mRNA-Impfstoff Immunisierten waren die Antikörper-Titer niedriger als gegen frühere Varianten des Erregers SARS-CoV-2.

In ihrer Vergleichsstudie untersuchten die Hongkonger Forscher die Wirkung von Biontech/Pfizer und CoronaVac mittels zwei leicht unterschiedlichen Omikron-Viren, die jeweils aus Patienten gewonnen und im Labor in Zellen vervielfältigt worden waren. Die Omikron-Variante HKU344-R346K trägt eine zusätzliche Mutation am Spike-Protein (R346K) im Vergleich zu Omikron HKU691. Zum Vergleich wurden das ursprüngliche SARS-CoV-2-Virus, Viren der Delta- und der Beta-Variante geprüft.

CoronaVac versagt auch bei Beta-Variante
Die Wirksamkeit der Impf-Antikörper wurde mit 25 Personen nach mRNA-Impfung (BNT162b2) und mit 25 Personen nach Impfung mit CoronaVac durchgeführt. Dieser versagte nicht nur gegen die Omikron-, sondern auch gegen die Beta-Variante des Virus komplett. Beim Test mit der Delta-Variante entwickelten immerhin 68 Prozent der mit CoronaVac Geimpften neutralisierende Antikörper. Dass die Studie nur 50 Erkrankte umfasst, liegt daran, dass es noch nicht so viele Omikron-Fälle in Hongkong gibt.

Totimpfstoffe funktionieren wie die klassische Grippe-Impfung: Sie enthalten inaktivierte Viruspartikel zur Stärkung der Immunreaktion. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna enthalten dagegen eine Boten-Ribonukleinsäure (mRNA), die den Bauplan für das Spike-Virus enthält. In den Zellen des Impflings wird anhand der aufgenommenen mRNA dieses Protein hergestellt. Anschließend kann es als Antigen wirken.

Die Vergleichsstudie aus Hongkong wurde als sogenannter PrePrint veröffentlicht, ist also vor Veröffentlichung nicht im Peer-Review-Prozess überprüft worden.

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