Eine Delegation ukrainischer Mediziner ist eine Woche lang zu Gast in der steirischen Reha-Klinik Tobelbad. Dabei geht es um einen fachlichen Austausch zur Behandlung von Amputationen im Zuge von schweren Kriegsverletzungen.
Tausende Menschen wurden seit Beginn des Ukraine-Kriegs schwer verletzt, dabei kommt es häufig zu Amputationen von Armen und Beinen. Vor diesem Hintergrund ist am Montag eine Delegation von rund 20 ukrainischen Medizinern in die Steiermark gekommen, um sich eine Woche lang an der AUVA-Rehaklinik in Tobelbad über die Versorgung solcher Fälle auszutauschen. Hochspezialisierte Behandlungen schwerer Amputations-Verletzungen und modernste Prothesentechnik stehen dabei im Fokus.
„Starkes Zeichen europäischer Solidarität“
„Diese internationale Hilfe stärkt nicht nur die medizinische Versorgung der Betroffenen, sondern auch unser eigenes Gesundheitswesen: durch fachlichen Austausch, gemeinsame Standards und gegenseitiges Lernen“, sagt Gesundheitsministerin Korinna Schumann bei der Eröffnung der Hospitationswoche. Dass in der Rehaklinik Tobelbad schon seit Beginn des Kriegs schwer verletzte Menschen aus der Ukraine behandelt werden, sei „ein starkes Zeichen gelebter europäischer Solidarität“.
Das gemeinsame Programm der steirischen und ukrainischen Ärzte reicht von chirurgischen Techniken zur „Verpflanzung“ von Nerven an betroffenen Extremitäten zur besseren Prothesensteuerung bis hin zu innovativen Ansätzen wie gedankengesteuerte Prothesen. „Wenn unsere spezialisierten Ansätze auch international als Benchmark dienen, bestätigt das die hohe Qualität unserer Arbeit“, so Roland Frank, ärztlicher Direktor der AUVA.
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