Iran warnt, aber:

US-Flugzeugträger erreicht Ziel im Nahen Osten

Ausland
26.01.2026 22:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wegen der brutalen Niederschlagung von Protesten im Iran haben die USA einen Flugzeugträger in die Region verlegt. Nun befindet sich die „USS Abraham Lincoln“ mit ihren Begleitschiffen im Indischen Ozean. Teheran warnt Washington vor einem Schlag gegen das Mullah-Regime.

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Iran haben die USA nach eigenen Angaben einen Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt. Die „USS Abraham Lincoln“ und ihre Begleitschiffe seien dort eingetroffen, „um die regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando (Centcom) auf X mit.

Aktuell befindet sich der Flugzeugträger im Indischen Ozean. Nähere Angaben zur Position gibt es nicht.

„Riesige Flotte“
US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche den Druck auf den Iran erhöht und die Verlegung einer „riesigen Flotte“ in die Golfregion angekündigt. „Wir haben viele Schiffe in diese Richtung geschickt, nur für den Fall“, sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. „Mir wäre es lieber, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau“, fügte er mit Blick auf die Führung in Teheran und das brutale Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten hinzu.

Zitat Icon

Mir wäre es lieber, wenn nichts passiert, aber wir beobachten die Führung in Teheran sehr genau.

US-Präsident Donald Trump

Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ (siehe Fotoserie unten) war von Manövern im Südchinesischen Meer in den Nahen Osten beordert worden. Das von einem Atomreaktor angetriebene Schiff transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.

(Bild: AP/Seaman Angel Campbell)
(Bild: AP/Seaman Daniel Kimmelman)
(Bild: AP/Seaman Daniel Kimmelman)
(Bild: AP/Seaman Daniel Kimmelman)
(Bild: AP/Seaman Daniel Kimmelman)

Das iranische Außenministerium warnte die USA vor einem Angriff. Ministeriumssprecher Esmail Baghaei sagte am Montag, der Iran sei „von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt“. Die Ankunft „eines solchen Kriegsschiffes wird die Entschlossenheit (...) des Iran, die iranische Nation zu verteidigen, nicht beeinträchtigen“, fügte mit Blick auf den US-Flugzeugträger hinzu.

Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg eingegriffen. Trump drohte seitdem mehrfach mit einem erneuten militärischen Einsatz im Iran, zuletzt während der Niederschlagung der jüngsten Massenproteste. Diese hatten sich Ende Dezember am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage im Iran entzündet, weiteten sich in diesem Monat aber rasch zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus.

Bericht: Bis zu 30.000 Tote an zwei Protesttagen im Iran
Die iranischen Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen die Protestbewegung vor. Nach Informationen des „Time-Magazin“ sollen allein an zwei Tagen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein. Das Magazin beruft sich auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt