„Slimheli“ ist tot. Marko Arnautovic und David Alaba trauern um ihren Freund Helmut Zeiner, der in der Fußball-Szene einer der bekanntesten Tätowierer war. Der gebürtige Wiener erlitt in der Nacht auf Sonntag einen Herzinfarkt. Er hinterlässt eine Ehefrau und drei Söhne.
In den letzten Jahren hatte „Slimheli“ eine neue Berufung gefunden. Im burgenländischen Poppendorf (Bezirk Jennersdorf) betrieb er mit seiner Frau die Pferde-Ranch „Hacienda del Piero“. Im Dezember 2024 hatte er dorthin jede Menge Fußball-Legenden zum Kicker-Punsch eingeladen. Andi Herzog, Andreas Ivanschitz, Martin Stranzl, Jimmy Hoffer, Ümit Korkmaz oder Leopold Rotter duellierten sich mit ihren lustigsten Geschichten. Ein Schlagabtausch der Schmähbrüder.
Einer der besten Freunde von Slimheli war Marko Arnautovic. Im „Krone“-Extra während der EM 2021 erklärte Zeiner uns dessen Tattoos: „Von einem Engel auf Wolken, religiösen Motiven und Schriftzügen ist alles dabei.“ Auf dem rechten Arm steht in Gedenken an den geliebten Großvater: „Marko wird dich nie vergessen.“ Über der Brust steht Emilia, der Name der älteren Tochter. Alicia, die jüngere Tochter, ist auf dem Rücken verewigt.
Breakdance-Staatsmeister und Eishockey-Crack
Die Familie bedeutet Arnautovic alles. Zeiner: „Marko hat in China wegen Corona sechs Monate lang Frau, Kinder, Eltern, Bruder und viele Freunde nicht gesehen. Das war brutal für ihn.“ Heli, der einst Österreichs erster Breakdance-Meister war und lange Eishockey (1986 sogar bei der Junioren-WM) spielte, betont: „Auch wenn Marko oft anders rüberkommt, ist er sehr sensibel.“
„Wir leben in einer perversen Welt“
Auch Helmut Zeiner hatte sehr sensible und feinfühlige Seiten. Nach zwei innerhalb von 24 Stunden erlittenen Herzinfarkten 2015 trat er kürzer, lebte bewusster. Jetzt hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Das vom früheren „Krone“-Redakteur Christoph Hellmann und Egon Theiner geschriebene Buch „Slimheli: Wir leben in einer perversen Welt“ ist eines der Vermächtnisse seines Lebens.
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