Auch Geiselnehmer

Brandstifter von Schärding muss vor Gericht

Oberösterreich
25.04.2011 11:42
Ein Oberösterreicher, der im Herbst des Vorjahres in Schärding einen Brand in einem Mehrparteienhaus gelegt hat, bei dem neun Menschen verletzt wurden, muss sich am Donnerstag vor einem Geschworenensenat im Landesgericht Ried im Innkreis verantworten. Auf der Flucht nahm der Mann einen elfjährigen Buben als Geisel, bei seiner Festnahme verletzte er einen Polizisten.

Der damals 23-Jährige zündete im Oktober in seiner eigenen Wohnung im dritten Stock zunächst Kleidung und Bettwäsche an. Dann flüchtete er.

Als die von einer Passantin alarmierte Feuerwehr eintraf, versuchte er, sie am Löschen zu hindern. Der Mann zertrümmerte Fenster, Türen und Müllcontainer und schlug schließlich die Terrassentür eines Einfamilienhauses ein.

Kind als Geisel
Dort bedrohte er den Besitzer mit einem Schraubenschlüssel und nahm einen Elfjährigen als Geisel, ein zweiter Bub im Alter von sechs Jahren konnte gerade noch flüchten. Als die Polizei eintraf, ließ der Täter von dem Kind ab.

Die Liste der Anklagepunkte ist lang: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord, Brandstiftung, gefährliche Drohung, Freiheitsentziehung, schwere Körperverletzung, versuchten Raub und versuchten Widerstand gegen die Staatsgewalt vor. Zur Tatzeit stand er unter Drogeneinfluss.

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