Zwist in der Wachau

Landschaftshüter verlieren Kampf gegen Blockbau

Niederösterreich
20.04.2011 17:37
Verloren scheint der Kampf von all jenen, welche die Wachau als Kulturerbe unangetastet erhalten wollen: Der Bau von Wohnungen in Dürnstein ist juristisch einwandfrei, deshalb dürfen jetzt schwere Maschinen auffahren. All jene, die sich Sensibilität für dieses Urlaubsparadies wünschen, sind enttäuscht.

Ein Marillen-Idyll: Ein Blütenmeer hat soeben erst unzählige Ausflügler in die Wachau gelockt. Viele haben dabei auch den wunderschönen Ort Dürnstein besucht. Was viele Gäste nicht wissen: Dort tobt seit vielen Jahren ein Streit um die Errichtung einer voluminösen Wohnhausanlage. Die Baupläne verheißen nichts Gutes: Klötze und das just mitten in das Weltkulturerbe gepflanzt. Immerhin: Die Gegner haben durch einen Proteststurm die Umgestaltung des Komplexes erreicht. Professor Wilfried Posch von der UNESCO-Kommission ist dennoch entsetzt: "Wir wurden überrollt." Wachau-Beschützer Dr. Gottfried Thiery spricht von einem "Schandfleck in unserer Welterberegion". 

Der erfahrene Jurist war mit dem edlen Anliegen der Landschaftshüter bis zum Verwaltungsgerichtshof gegangen. Jetzt kam von dort das niederschmetternde Ergebnis, dass der Bau juristisch nicht mehr gestoppt werden kann.

von Lukas Lusetzky und Mark Perry, Kronen Zeitung 

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