Mi, 26. September 2018

GAU-Gefahr gebannt?

19.04.2011 10:31

Regierung: "Kernschmelze unwahrscheinlich"

Die japanische Regierung hält die Gefahr einer vollständigen Kernschmelze im zerstörten Kernkraftwerk Fukushima 1 derzeit für weitgehend gebannt. "Wenn wir die Kühlung aufrechterhalten, ist so etwas unwahrscheinlich", sagte Regierungssprecher Yukio Edano (im Bild) am Dienstag. Die andauernde Kühlung der Reaktoren mit Millionen Litern Wasser zeige zumindest eine gewisse Wirkung. Die enormen Massen an verstrahltem Wasser behinderten allerdings die weiteren Arbeiten, weshalb nun mit Hochdruck verseuchtes Wasser abgepumpt wird.

Die Atomaufsichtsbehörde hatte zuvor bestätigt, dass Brennstäbe in den Reaktoren 1, 2 und 3 teilweise geschmolzen sind. Nach Angaben des AKW-Betreibers Tepco besteht zudem die Möglichkeit, dass gebrauchte Brennstäbe in Reaktor 2 beschädigt sind. Wie groß die Schäden sind, sei noch nicht klar, sagte Edano. Atomexperten seien dabei, die Details zu analysieren.

Unterdessen haben die Arbeiter mit dem Abpumpen von hochgradig mit radioaktiven Partikeln verseuchtem Wasser aus Reaktor 2 begonnen. Dieses werde in eine Auffanganlage gepumpt, in die rund 30.000 Tonnen passen, berichteten japanische Medien. Nach Schätzung von Tepco befinden sich im Reaktor 2 rund 25.000 Tonnen verseuchtes Wasser.

Pro Tag könnten etwa 480 Tonnen abgepumpt werden, meldete die Agentur Jiji. Zunächst sollen 10.000 Tonnen beseitigt werden. In den Reaktoren 1 und 3 sollen sich weitere 42.500 Tonnen relativ gering verstrahlten Wassers befinden, hieß es unter Berufung auf Tepco.

Tanks für verseuchtes Wasser
Die Arbeiter setzten zudem Vorbereitungen fort, um für dieses Wasser Behelfstanks sowie einen auf dem Meer schwimmenden Riesentank zu installieren, in den 10.000 Tonnen Wasser passen. Außerdem war geplant, ein Tankfloß einzusetzen, das bis zu zehn Millionen Liter an radioaktiv verseuchtem Wasser aufnehmen könne. Anfang April wurde es in eine Werft in der Tokioter Nachbarstadt Yokohama gezogen, wo es für den Einsatz an der Atomruine umgebaut werden soll, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press berichtete. Es ist 136 Meter lang und 46 Meter breit. Bisher diente es im Hafen der Stadt Shimizu in der Provinz Shizuoka als schwimmende Insel für Angler.

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