Krippen in OÖ

„Das Christkind setzt sich auf und kann winken“

„Die Augen der Kinder leuchten, wenn sich das Jesuskind und andere Figuren bewegen“, sagt Susanne Brandtner über die Klauda-Krippe, das „Wunderwerkl“ in Christkindl/Steyr.

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„Die Fahrradketten und Zahnräder müssen gut geschmiert sein“, meint Susanne Brandtner, Obfrau des Krippenvereins der Pfarre Christkindl bei Steyr. Sonst läuft das „Wunderwerkl“ nicht. Der Schlosser Karl Klauda (1855 - 1939) baute an der einzigartigen mechanischen Krippe über 40 Jahre lang, von den 300 Holzfiguren ist die Hälfte beweglich: „Hirten, Schafe, die Heiligen Drei Könige, Handwerker, sogar die Engel“, zählt Brandtner auf. Das Jesuskind setzt sich auf und spendet Segen.

Waschmaschine und Elektro
Ursprünglich hatte die Klauda-Krippe, eine Touristenattraktion im Pfarrhof der Wallfahrtskirche Christkindl bei Steyr, einen Handantrieb. Ab den 1950er-Jahren löste zuerst ein Waschmaschinenmotor die Muskelkraft ab, seit den 1970er-Jahren bringt ein Elektroantrieb Bewegung ins Heilsgeschehen, das mit der Geschichte der Eisenstadt Steyr eng verbunden bleibt: „Der Klauda hat die Monarchie, in der lebte, in einem Sammelsurium an Szenen dargestellt.“

Sammelsurium an Szenen
So kommen nicht nur Eisenschmiede aus dem Ennstal vor, sondern auch Perlmuttschleifer aus Böhmen. Und es gibt Fantasiewesen wie den Gott Vulkan: „Ein Symbol für die Steyrer Waffenfabrik von Leopold Werndl.“ Brandtners Lieblingsfigur ist der Fenstergucker Meister Pilgram, legendärer Dombaumeister des Wiener Stephansdoms.

Die zweite Attraktion in Christkindl ist die große Krippe des Schnitzers Ferdinand Pöttmesser (1895 - 1977) mit 778 Figuren. Brandtner, kennt beide Kunstwerke seit ihrer Kindheit. „Jeder Besuch war für mich etwas Besonderes - und ist es bis heute.“ Infos www.steyr-nationalpark.at

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