02.12.2021 12:04 |

Corona-Sondersitzung

Landeshauptmann Haslauer gesteht Fehler ein

Im Zuge einer von der SPÖ einberufenen Landtagssondersitzung zur Corona-Pandemie gab Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer zu, Fehler gemacht zu haben. Haslauer kündigte auch eine Impflotterie des Landes an.

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Der Salzburger Landtag befasste sich am Donnerstag in einer Sondersitzung mit der Rolle der Landesregierung beim Bewältigen der Corona-Krise. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) fand gleich zu Beginn versöhnliche Worte und räumte auch Fehler ein.

Der Landeshauptmann gab gleich zu Beginn der Debatte zu, nicht alles richtig gemacht zu haben. Konkret führte er drei Fehler an: Zum einen hätte man schon früher auf flächendeckende PCR- statt auf Antigentests setzen sollen, wie das Wien gemacht habe. So hätte man die Dunkelziffer der Infizierten besser erkennen können. Zweitens hätte man im Sommer beim Impfen populistischer sein müssen. Salzburg hinke derzeit bei der Quote immer noch nach. Haslauer kündigte dazu auch eine Impflotterie des Landes an.

Schließlich nannte der Landeshauptmann das Contact Tracing, aber auch hier habe man die Intensität der vierten Welle nicht absehen können. Außerdem sei vielfach auch die Unterstützung der Bevölkerung nicht mehr vorhanden gewesen.

Später Lockdown und Risse in der Bevölkerung
Den Vorwurf eines zu späten Lockdowns für das Bundesland ließ Haslauer nicht zu. „Mein klarer Plan war, einen Lockdown zu verhindern, ich habe gekämpft bis zum letzten Tag.“ Die Folgen seien Verunsicherung, Verzweiflung, Ratlosigkeit. Auch dem Vorwurf, die Krankenanstalten kaputtgespart zu haben, widersprach Haslauer: Die Regierung habe zusätzliche Dienstposten und Stellenpläne finanziert, das Problem sei allerdings, dass man diese gar nicht besetzen könne.

Haslauer äußerte auch seine Sorge über die aggressive Stimmung und den Riss in der Bevölkerung. Nicht nur an die Politik, sondern auch an die Bevölkerung gerichtet appellierte er: „Verfallen wir nicht dem Fehler, alles schlecht zu machen, und lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Rüsten wir bei der Wortwahl ab und reden wir miteinander auf allen Ebenen.“

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