Kampf gegen Gewalt

460 Täter mussten sich Rat in einem Quartal holen

Seit 1. September müssen sich Personen, gegen die ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen wurde, verpflichtend beraten lassen. Hierzulande bietet der Verein „Neustart“ dieses Angebot im Auftrag des Innenministeriums an. 460 Personen wurden in lediglich drei Monaten betreut.
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Häusliche Gewalt ist leider auch in Niederösterreich ein weit verbreitetes Phänomen und hat auch oft dramatische Folgen. Um aber etwaigen Attacken vorbeugen zu können, setzt man seit 1. September auf eine sogenannte Gewaltpräventionsberatung.

„Hochbrisante Situationen“
Dabei arbeiten beim Verein „Neustart“ ausgebildete Sozialarbeiter mit den Gewalttätern, gegen die von der Polizei ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen wurde. „Das sind hochbrisante Situationen, bei denen die Ziele ein Gewaltstopp und Schutz der Opfer sein müssen“, sagt Alexander Grohs, Leiter von „Neustart“ in Niederösterreich.

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Je früher wir die Gefährder zum Gespräch bekommen, desto besser. Hier sind die Chancen für eine wirkliche Veränderung noch groß.

Alexander Grohs, Leiter Verein „Neustart“

Neun von Zehn sind Männer
90 Prozent der Klienten sind übrigens männlich, die große Einsicht ist dabei aber nicht immer gegeben. In den Beratungen werden jedenfalls die Auswirkungen der Tat thematisiert. „Positiv ist, dass sich die Mehrheit innerhalb der Frist meldet. Der erste Kontakt kurz nach dem Vorfall ist auf jeden Fall sehr wichtig. Je früher wir den Gefährder zum Gespräch bekommen, desto besser“, so Grohs weiter.

Bei Bedarf findet nach dem Pflichtprogramm auch eine Weitervermittlung zu freiwilligen Therapie-Angeboten statt.

Josef Poyer
Josef Poyer
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